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Hanau nach den Schüssen Hanau nach den Schüssen  (ANSA)

Marx zur Bluttat von Hanau: „Den Rechtspopulisten widersprechen“

Auch die Deutsche Bischofskonferenz reagiert mit Schrecken auf die Bluttat im Hessischen. „Die Nachricht, dass in Hanau ein Mann zahlreiche Menschen getötet und verletzt hat, macht mich fassungslos“, sagt Kardinal Reinhard Marx von München.

„Meine Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Angehörigen“, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Donnerstagabend in einer Erklärung. „Wir hoffen, dass die Verletzten bald genesen. In dieser Situation denken wir auch an die Menschen, die mit dieser schrecklichen Tat in ihrer Nachbarschaft klar kommen müssen.“


Marx kommt in der Erklärung auch auf das gesellschaftliche Klima in Deutschland zu sprechen. „Immer wieder erleben wir hasserfüllte und menschenverachtende Taten, bei denen sich ein rechtsextremistischer Hintergrund herausstellt. Dabei erklären sich Menschen, die zu Tätern werden, selbst zu vermeintlichen Verteidigern unserer Gesellschaft und unseres Landes. Nicht selten sind sie angestachelt von bösartigen Parolen in sozialen Medien oder am Stammtisch. Darin wird in vielerlei Gestalt eine Tendenz zu einem ausgrenzenden und aggressiven Nationalismus und Rassismus sichtbar, der aus christlicher Perspektive durch nichts zu rechtfertigen ist.“

Gemeinsam einstehen gegen Gewalt und Terror

Die „Mehrheit in diesem Land“ setze auch „weiterhin und unermüdlich Zeichen der Hoffnung, des Friedens und des Zusammenhalts“, so Kardinal Marx. „Als Christen glauben wir, dass alle Menschen – gleich welcher Religion, Nation, Kultur oder Sprache – Kinder Gottes sind. Deshalb stehen wir mit allen Menschen gemeinsam ein gegen Gewalt und Terror. Das fängt bereits im Kleinen an: im Widerspruch gegen rechtspopulistische und gewalttätige Äußerungen im Netz und auch im direkten Gegenüber mit Menschen, die christliche Werte von Nächstenliebe und Solidarität für ihre Zwecke missbrauchen.“

(vatican news – sk)
 

20 Februar 2020, 17:39