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D: Kinderschutzbeauftragter fordert Debatte zu Kinderschutz im Netz

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat wirksame Präventions- und Interventionsmaßnahmen zum Kinderschutz im Internet gefordert. Anlässlich des Safer Internet Day (SID) am 11. Februar unter dem Motto „Together for a better internet“ erklärte Rörig am Montag in Berlin, im Internet seien unzählige Bilder und Filme problemlos verfügbar, die sexuelle Gewaltverbrechen an Kindern und Jugendlichen zeigten.

Rörig warb für ein eigenes Schulfach Medienkompetenz. Die Bekämpfung sexuellen Missbrauchs und das sichere Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen mit Medien müsse in Deutschland endlich als nationale Aufgabe verstanden werden – „von Bund und Ländern, von allen Parteien, der IT-Branche, von allen Eltern und von allen Fachkräften, denen Kinder und Jugendliche täglich anvertraut werden“. Bisher seien die Chancen, ungestraft davonzukommen, für Menschen, die Missbrauchsabbildungen produzierten oder verbreiteten, viel zu gut. Die Ermittlungsinstrumente müssten dringend geschärft und der bestehende Strafrahmen endlich besser ausgeschöpft werden.

Rörig begrüßte den Vorstoß von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD), dass Ermittler künftig computergenerierte Bilder verwenden und sich damit Zutritt zu einschlägigen Darknet-Foren verschaffen können. Notwendig sei weiter eine EU-rechtskonforme Vorratsdatenspeicherung, um bei sogenannter Kinderpornografie die Spur zu den Tätern nicht zu verlieren.

(kna - cs)

10 Februar 2020, 11:58