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Deutsche Bischöfe bei einer Vollversammlung Deutsche Bischöfe bei einer Vollversammlung 

Missbrauch: Einigung zu Eckpunkten

Die katholische Kirche und der unabhängige deutsche Missbrauchs-Beauftragte Johannes-Wilhelm Rörig haben eine enge Zusammenarbeit vereinbart.

Bei einem Treffen am Donnerstag, über das die Deutsche Bischofskonferenz jetzt informiert, einigten sie sich auf Eckpunkte, nach denen die unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in den Diözesen transparent und nach einheitlichen Kriterien erfolgen soll.

Es war die dritte Gesprächsrunde Rörigs mit dem kirchlichen Missbrauchsbeauftragten, Bischof Stephan Ackermann, und einer kirchlichen Arbeitsgruppe zur Aufarbeitung des Missbrauchs-Skandals. Nach der Veröffentlichung der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) 2018 war ein gemeinsames Engagement vereinbart worden.

Im Frühjahr soll es ein abgestimmtes Vorgehen in den einzelnen Bistümern geben

Ackermann und Rörig zeigten sich sehr zufrieden über die Einigung zu den Eckpunkten. Einvernehmen wurde zudem über die Einbindung von unabhängigen Expertinnen und Experten und Betroffenen in die Aufarbeitungsprozesse erzielt. Rörig erklärte, er setze darauf, „dass sich alle Erzbischöfe und Bischöfe unserem Konsens anschließen“.

Im nächsten Schritt werden jetzt in einem innerkirchlichen Abstimmungsprozess Rückmeldungen zu den Eckpunkten eingeholt, so Ackermann und Rörig. Im Frühjahr 2020 soll es dann eine abgestimmte Handlungsgrundlage für die Aufarbeitung des Missbrauchs-Skandals in den einzelnen Bistümern geben.

(pm – sk)
 

30 November 2019, 13:15