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Archivbild: Kardinal Marx und Bischof Ackermann Archivbild: Kardinal Marx und Bischof Ackermann  (AFP or licensors)

D: Gebetstag für Opfer sexuellen Missbrauchs

Die deutsche Bischofskonferenz hat Materialien veröffentlicht, die im Rahmen von Gottesdiensten zum Gebetstag für Missbrauchsopfer verwendet werden können.

Die Deutsche Bischofskonferenz folgt auch in diesem Jahr der Anregung von Papst Franziskus und lädt zum Gebetstag für Opfer sexuellen Missbrauchs ein. Dieser findet seit 2015 in zeitlicher Nähe zum „Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ am 18. November 2019 statt, der vom Europarat initiiert wurde. In diesem Jahr wird empfohlen, den Gebetstag in den Tagen um den 33. Sonntag im Jahreskreis, also dem 17. November 2019, zu begehen.

Zeichen der Solidarität

Mit dem Gebetstag soll ein Zeichen der Solidarität mit Menschen zum Ausdruck gebracht werden, die Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sind. Er versteht sich auch als ein Beitrag zur Sensibilisierung für diese Thematik in Kirche und Gesellschaft. Bereits im vergangenen Jahr hat die Deutsche Bischofskonferenz Gebets- und Fürbittenvorschläge für die Gestaltung von Gottesdiensten bereitgestellt, die weiterhin aktuell sind. In diesem Jahr werden zusätzliche Elemente für die Gestaltung von unterschiedlichen Gottesdienstformen bereitgestellt. Dazu gehören neben weiteren Fürbitten auch Impulse und Texte von Betroffenen.

Bischof Ackermann ermutigt, den Gebetstag zu nutzen

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, ermutigt Pfarrgemeinden und Verbände, den Gebetstag zu nutzen: „Als Kirche übernehmen wir Verantwortung für das Unrecht, das Menschen in der Kirche angetan wurde. Als Gläubige wollen wir mit dem Gebet unsere Solidarität und Nähe ausdrücken“, so Bischof Ackermann. Die verschiedenen Materialen bieten eine gute Möglichkeit, in der Liturgie mit einem Gebet der Betroffenen zu gedenken oder einen Gottesdienst speziell unter das Thema Missbrauch zu stellen. „Oft gibt es keine Worte für das Leid, das Betroffene sexualisierter Gewalt erfahren haben. Aber im Gebet zu Gott eröffnet sich die Möglichkeit, Sprachlosigkeit zu überwinden“, so Bischof Ackermann.

Als PDF-Dateien erhältlich

Die bisherigen Materialien für den Gebetstag sind als PDF-Datei unter www.dbk.de auf der Themenseite Sexueller Missbrauch verfügbar. Die für dieses Jahr zusätzlichen Materialien sind dort ebenfalls zu finden.

(pm – mg)

25 Oktober 2019, 13:00