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Menschen in Nordmazedonien warten auf den Papst Menschen in Nordmazedonien warten auf den Papst  (AFP or licensors)

Papst in Nordmazedonien: Großes Familientreffen im kleinen Land

Für das deutsche katholische Hilfswerk Renovabis ist die Papstreise nach Nordmazedonien vor allem ein „großes Familientreffen“ in dem kleinen Land. Das sagt Renovabis-Hauptgeschäftsführer Christian Hartl mit unseren Kollegen vom Domradio.

Die Nordmazedonier freuten sich sehr auf den Besuch aus Rom. „Ich habe gehört, dass hier in der Stadt weitgehend arbeitsfrei ist, damit möglichst viele an diesen Papstbesuch teilnehmen können. Ich glaube, dass es für das Land natürlich auch politisch gesehen wichtig ist, dass der Papst ihm Aufmerksamkeit schenkt“, so Pfarrer Christian Hartl, Hauptgeschäftsführer des Osteuropa-Hilfswerks der katholischen Kirche, Renovabis. Die Stimmung in Skopje mit Blick auf den Gottesdienst mit Papst Franziskus sei „ein großes Familientreffen“. Er habe das bereits einen Tag vor Ankunft des Papstes gemerkt, als er in der Kathedrale war. „Da war eine Vigil zur Einstimmung. Sie müssen sich vorstellen: Es gibt hier wirklich sehr, sehr wenige Katholiken, die noch in zwei verschiedene Riten aufgeteilt sind.“ Einen Vorteil so wenige zu sein, sei aber dass man sich „weitgehend“ kenne. „Und es gab viele Umarmungen und sehr viel Herzlichkeit. Und das spürt man jetzt auch hier auf dem Platz“, so Hartl.

Interreligiöser Dialog

Die Mehrheit der Bevölkerung in Nordmazedonien ist orthodox, ein Drittel sind Muslime. Den Menschen im Nordmazedonien sei der interreligiöse Dialog ein Anliegen. Hartl hebt vor allem das Treffen an der Gedächtnisstätte für Mutter Teresa. „Und dieser Ort ist auch bewusst gewählt worden, weil man sagt: Dieser gute Geist von Mutter Teresa eint alle irgendwie. Nach allem, was ich höre, ist das Miteinander der verschiedenen Religionsgemeinschaften insgesamt gut.“

Der Papst könne auch als Brückenbauer wirken, um für ein gutes Miteinander der Religionen einzutreten. „Es heißt immer, er geht einfach mit offenen Armen auf alle zu. Und das wissen die Menschen zu schätzen. Ich glaube auch, dass er hier - wie schon in Bulgarien – das Thema Frieden und Gemeinschaft aufgreift. Wobei, das Hauptthema hier ist: ,Fürchte dich nicht, du kleine Herde´ - also gerichtet vor allem an die Katholiken.“

Renovabis erhoffe sich von der Papstreise der Reise des Papstes in Bulgarien und in vor allem eines: „Papst Franziskus bleibt seiner Linie ja treu, dass er immer dort hingeht, wo wenige sind, zu den kleinen Gemeinschaften. Und sie fühlen sich unwahrscheinlich anerkannt, wertgeschätzt und wahrgenommen.“

(domradio - mg)

07 Mai 2019, 13:56