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Hoffnungen für die Zukunft der Kirche Hoffnungen für die Zukunft der Kirche 

Schweiz: Emeritierter Abt Werlen mit einer neuen Provokation

Zu spät. Eine Provokation für die Kirche. Hoffnung für alle. So lautet der Titel des neuen Buchs von Benediktinerpater Martin Werlen, ehemaliger Abt von Einsiedeln. Das Buch ist im Herder Verlag erschienen. Auch diesmal nimmt der Benediktinermönch kein Blatt vor den Mund: Er wirft einen Blick auf die schwere Krise, die die Kirche erschüttert und zeigt auf, dass die christliche Hoffnung Teil des Weges ist.

Dieses Buch habe einigen, die sich von der Kirche entfernt haben, Hoffnung gegeben; Diskussionskreise nutzten es, um ihre Überlegungen anzustellen, so Pater Martin Werlen gegenüber dem Schweizer Nachrichtenportal „cath.ch“. Er gibt es gerne zu: Sein Buch kann beunruhigend sein, und selbst sein Verleger Herder in Deutschland habe den Titel zunächst zu negativ gefunden, daher gibt es zwei Untertitel.

Den Staub wegblasen

Für den Benediktinermönch, der von 2001 bis 2013 Abt von Einsiedeln und Mitglied der Schweizer Bischofskonferenz war, ist die Zeit der Verweigerung vorbei. Denn allzu oft würden in der Kirche noch die einzigen verbliebenen Schafe gestreichelt, weil sie sonst „durch die Abwesenheit der 99 anderen irritiert sind“. Da wolle man lieber nichts sagen, „was die wenigen, die noch glauben, verärgern könnte“. „Sonst werden sie auch nicht mehr kommen!“, so Werlen. Doch der Glaube sei in seinen Augen nicht ängstlich zu verteidigen, sondern mit Freude zu leben.

Sein Buch von 2012 „Miteinander die Glut unter der Asche entdecken“ wurde in acht Sprachen übersetzt; es ist eines der meistverkauften Bücher im Vatikan. Pater Werlen geht es darum, den Staub der Traditionen, die für ihn einfach das Produkt historischer Bedingungen sind, wegzublasen, um „die Tradition“ wiederzuentdecken und die Kirche für die heutige Gesellschaft wieder relevant zu machen.

(cath.ch – mg)

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18. Februar 2019, 12:33