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Hund im Schnee vor dem Brandenburger Tor: Archivbild vom Februar Hund im Schnee vor dem Brandenburger Tor: Archivbild vom Februar 

D: ZdK diskutiert über Umzug nach Berlin

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) diskutiert über einen möglichen Umzug nach Berlin. Bislang war das höchste Gremium der katholischen Laien in Bonn ansässig. Am Samstag wird auf einer Herbstvollversammlung über einen möglichen Umzug beraten.

Für einen Umzug gebe es mehrere Gründe. So sei man näher an den politischen Entscheidungsträgern, und der Zugang zur Presse und sonstigen Medien sei in Berlin leichter als in Bonn. Zudem ist Berlin mit 300.000 Katholiken nach Köln und München „drittgrößte katholische Stadt Deutschlands". Als weiterer Grund wird der sanierungsbedürftige Zustand des ZdK-Gebäudes in Bonn genannt. Demnach könne man im Zentrum Berlins zu günstigen Konditionen einen Neubau beziehen. Für die Realisierung dieser Idee brauche es jedoch eine verbindliche Entscheidung im Laufe des kommenden Jahres.

Sekretariat der Bischofskonferenz bleibt in Bonn

Diskussionen über einen Umzug des ZdK gibt es seit den 1990er-Jahren. Befürworter eines Verbleibs in Bonn verweisen unter anderem darauf, dass auch das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz seinen Sitz in der Stadt hat. Für diese sei ein Umzug nach Berlin aber „kein Thema“. Jedoch wurde laut Medienberichten auch Kritik an dem Vorstoß des ZdK-Präsidiums geäußert. Die Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands (AGKOD), der rund 125 katholische Verbände, Institutionen und Initiativen angehören, forderte, den Beratungsprozess ergebnisoffen zu beginnen.

ZdK-Präsidiumsmitglied Claudia Lücking-Michel erklärte, sie könne nachvollziehen, dass das Katholikenkomitee eine stärkere Präsenz in Berlin zeigen müsse: „Ich frage mich aber, ob man nicht eine andere Regelung finden könnte als einen Komplettumzug"

(kna - hs)

19 November 2018, 14:36