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Jesuit Zollner: Missbrauchsprozesse schnell und zentral führen

Bei der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche sind schnellere und zentralisierte Prozesse ein Beitrag dazu, Vertuschungen durch Kirchenobere zu verhindern.

Das schreibt der Theologe und Psychologe Hans Zollner in einer aktuellen Sonderbeilage der Zeitschrift „Civilta Cattolica“ zum Thema Missbrauch. Der Leiter des Kinderschutzzentrums an der Päpstlichen Universität Gregoriana erläutert darin zudem die kirchenrechtlichen Richtlinien im Umgang mit Verdachtsfällen von Missbrauch und fordert einen verstärkten Fokus der Diözesen auf juristisch ausgebildetes Personal.

 

Mehr Kirchenrechtsexperten in Ortskirchen notwendig

 

Die juristischen Vorgaben, wie bei entsprechenden Anschuldigungen vorzugehen ist, seien in der römisch-katholischen Kirche überall gleich. An sie sei jeder Bischof gebunden, so der in Rom lebende deutsche Jesuit. Sie begännen mit Voruntersuchungen, deren Ergebnisse im Fall einer begründeten Anschuldigung an die Glaubenskongregation in Rom weitergeleitet werden müssen. Dort werde dann entschieden, auf welcher Ebene der Prozess weitergeführt wird.

(Civiltà Cattolica / Vatican News, pr)

 

 

10 Juli 2018, 17:38