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Das Containerschiff Alexander Maersk mit 110 geretteten Migranten an Bord hat Montagnacht im süditaliensichen Hafen Pozzallo angelegt Das Containerschiff Alexander Maersk mit 110 geretteten Migranten an Bord hat Montagnacht im süditaliensichen Hafen Pozzallo angelegt  (ANSA)

D: Bischöfe fordern Solidarität mit Mittelmeerflüchtlingen ein

„Die Grenze Europas darf keine Grenze des Todes sein.“ Das betonte der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz an diesem Dienstag angesichts erneut steigender Todesfälle auf dem Mittelmeer. Der Rat äußerte sich im Rahmen seiner aktuellen Sitzung in Berlin.

In den „vergangenen Wochen und Tagen“ habe sich die prekäre Situation von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer nochmals verschärft, unterstreichen die Bischöfe mit Blick auf bereits über eintausend Todesfälle in diesem Jahr und das Tauziehen von Mittelmeeranrainern, die in ihren Häfen keine Rettungsschiffe mehr anlegen lassen wollen. Es seien jedoch politische Interessen und nationalstaatliche Egoismen, die mit diesem Verhalten auf Kosten von Menschenleben verfolgt würden, legen die Bischöfe den Finger in die Wunde.

In ihrer Stellungnahme erinnern sie daran, dass „die Pflicht zur Rettung von Menschen in Seenot“ im Völkerrecht verankert sei. Dies nehme die Staaten in die Pflicht, selbst zu handeln oder nichtstaatlichen Organisationen die Rettung von Flüchtlingen in Seenot zu ermöglichen. „Wer beide Wege blockiert, nimmt Leiden und Tod von Flüchtlingen sehenden Auges in Kauf,“ betonen die Bischöfe. Gleichzeitig dürften die südeuropäischen Staaten bei dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden. Jeder Staat müsse im Geiste europäischer Solidarität seinen Teil der Verantwortung übernehmen, mahnen die Bischöfe mit Blick auf Abschottungsbestrebungen einzelner Länder der Union.

(pm - cs)

26 Juni 2018, 13:13