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Kardinal Marx beim Katholikentag in Münster Kardinal Marx beim Katholikentag in Münster  (ANSA)

Marx: Fühle mich von Papst in Fragen der Ökumene ermutigt

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, fühlt sich in Fragen der Ökumene von Papst Franziskus sehr ermutigt. Dieser rege immer wieder dazu an, in Ökumenefragen nicht stehenzubleiben, sondern den Blick nach vorne zu richten, sagte Marx am Donnerstag beim Katholikentag in Münster in einem Interview von katholisch.de und der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Mit Blick auf den Konflikt um den Kommunionempfang für nichtkatholische Ehepartner bekräftigte er, Franziskus habe die Bischöfe aufgefordert, in Deutschland eine Regelung zu finden. Er habe den Eindruck, die große Mehrheit der Gläubigen verstehe sehr wohl die Haltung des Papstes, keine Machtworte zu sprechen, sondern gemeinsam um Lösungen zu ringen und die Gläubigen mitzunehmen. Er sei zuversichtlich, dass es bei einem der nächsten Treffen der Bischöfe zu einer einvernehmlichen Lösung kommen könne, so Marx.

Turnusmäßig stehe die nächste Versammlung beim Ständigen Rat Ende Juni in Würzburg an. Marx äußerte sich bei einer Veranstaltung am Stand des Katholischen Medienhauses. Die deutschen Bischöfe hatten im Februar bei ihrer Vollversammlung in Ingolstadt mit Drei-Viertel-Mehrheit eine bislang unveröffentlichte Handreichung beschlossen, wonach nichtkatholische Ehepartner im Einzelfall zur Kommunion zugelassen werden können.

Sieben Bischöfe, darunter der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, wandten sich daraufhin in einem Brief an den Vatikan und baten um Klärung der Frage, ob eine solche Regelung von einer Bischofskonferenz beschlossen werden kann. Bei einem Gespräch in der vergangenen Woche in Rom verwies der Vatikan den Konflikt zur Klärung an die deutschen Bischöfe zurück.

(kna – mg)

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Kardinal Marx in Münster
10 Mai 2018, 15:45