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Katholikentag endet bei Sonnenschein – Gastgeber zufrieden

Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen haben mehr als 30.000 Menschen auf dem Schlossplatz in Münster den Abschlussgottesdienst zum 101. Katholikentag mitgefeiert. Die Gastgeber zeigten sich zufrieden. Der Münsteraner Bischof Felix Genn würdigte die vielen Begegnungsmöglichkeiten, während ZdK-Präsident die Bedeutung des Dialogs hervorhob.

Der Gastgeber zeigt sich zufrieden: Bischof Felix Genn von Münster betonte, dass viele Möglichkeiten des Austausches geboten wurden. Das habe ihn besonders gut gefallen. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, warb zum Abschluss des Treffens für mehr Dialog zwischen den Religionen. „Richtig gelebte Religionen sind nicht Ursache von Krieg, sondern Motor des Friedens.“ Sternberg rief außerdem für ein offenes und faires Miteinander in der deutschen Gesellschaft und weltweit auf. „Unsere Kirche sucht Frieden, im Großen wie im Kleinen“, betonte der ZdK-Präsident. Der Papst wolle eine synodale Kirche. Allerdings kämen Frauen „nicht ausreichend“ zur Geltung: „Das kann nicht so bleiben.“

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Konfessionsverbindende Ehe als Ökumene-Keimzellen

 

Sternberg blickte auch auf die Ökumene. Deren „Keimzellen“ seien die konfessionsverbindenden Ehen. „Im Anliegen, die christlichen Familien auch offiziell in der Eucharistiegemeinschaft zu verbinden, sehen wir uns in Übereinstimmung mit der übergroßen Mehrheit der Priester und Bischöfe in Deutschland.“ In den Fürbitten auf Deutsch und in anderen Sprachen wurde unter anderem um Frieden gebeten. Im nächsten Jahr steht in Dortmund der Evangelische Kirchentag an.

Der Präsident des Kirchentages, Hans Leyendecker, rief dazu auf, im Juni in die Stadt im Ruhrgebiet zu kommen. Der Limburger Bischof Georg Bätzing lud zum dritten Ökumenischen Kirchentag 2021 in die „weltoffene Stadt“ Frankfurt am Main ein.

In Münster war der 101. Katholikentag am Mittwoch eröffnet worden. Fünf Tage lang standen Gottesdienste, Podiumsdiskussionen, Feste, Konzerte und andere Veranstaltungen auf dem Programm. Zu den prominenten Gästen aus der Politik gehörten der kolumbianische Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel, SPD-Chefin Andrea Nahles und etliche Bundesminister und Ministerpräsidenten. Eine umstrittene Veranstaltung mit einem AfD-Vertreter verlief nach anfänglichen Tumulten weitgehend friedlich.

(pm/kna – mg)

13 Mai 2018, 12:07