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Münster Münster  (ANSA)

D: Entsetzen über den Amoklauf von Münster

Der Bischof von Münster Felix Genn hat sich „zutiefst erschüttert und fassungslos" angesichts des tödlichen Vorfalls in seiner Bischofsstadt Münster gezeigt.

„Was geschehen ist, ist schrecklich. In meinen Gedanken und Gebeten bin ich bei den Opfern und ihren Familien", erklärte Genn am Samstagabend. Am Sonntagabend findet im St. Paulus-Dom ein Ökumenischer Gottesdienst mit Bischof Genn und Superintendent Ulf Schlien statt, der Raum für Bitten, Zweifel und Hoffnung bieten möchte.

Am Samstagnachmittag war ein Kleintransporter in der Münsteraner Innenstadt unweit von Dom und Lambertikirche in eine Menschengruppe gerast. Vier Menschen starben, unter ihnen auch der mutmaßliche Täter, der sich den Angaben zufolge selbst erschoss. Den bisherigen Ermittlungen zufolge handelt es sich bei dem Fahrer vermutlich um einen 48-jährigen Deutschen, der in Münster unweit des Tatorts lebte.


In Münster soll von 9. bis 13. Mai der 101. Deutsche Katholikentag stattfinden. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, reagierte ebenfalls entsetzt. Er habe Mitleid mit den Getöteten und deren Hinterbliebenen, sagte er der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur KNA in einer ersten Reaktion am Samstagabend. Das ZdK ist Veranstalter des Katholikentags. „Der Vorfall in der Katholikentagsstadt in der Osterwoche macht mich fassungslos. Als ZdK und Katholikentag beten wir für die Angehörigen der Opfer und Verletzten", ergänzte Sternberg auf Twitter. 

Welche Konsequenzen die tödliche Lastwagenfahrt für den geplanten Katholikentag hat, ist unklar. „Wir sind mit der Polizei in Kontakt", sagt ZdK-Sprecher Theodor Bolzenius der KNA. „Jetzt müssen wir erst einmal der Opfer gedenken." Danach werde man sich zu dem Thema Sicherheit während des Treffens in der Westfalenmetropole äußern.

(kap / Vatican News – gs)

08 April 2018, 11:53