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Es geht nicht nur um Brot: Die Misereor-Fastenaktion Es geht nicht nur um Brot: Die Misereor-Fastenaktion  (AFP or licensors)

D: Misereor-Fastenaktion bundesweit eröffnet

Mit einem Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom hat Kardinal Reinhard Marx an diesem Sonntag die Misereor-Fastenaktion bundesweit eröffnet. Die Kirche, so der Kardinal in seiner Predigt, solle ein „Zeichen sein für die Einheit der Menschheit“.

Denn der Bund Gottes sei „nicht nur mit einigen wenigen geschlossen, sondern mit der ganzen Schöpfung, mit allen Menschen, mit allen Lebewesen“, betonte der Erzbischof von München und Freising weiter.

Papst Franziskus habe in „Laudato si“ daran erinnert, dass „das eine Haus der Schöpfung nicht einigen wenigen, sondern allen Menschen gehört“, sagte Marx. Das entspreche ganz der Spiritualität Misereors und der Aufgabe der Kirche, Zeugin zu sein, dass der Bund Gottes existiere und mit allen Menschen geschlossen sei. Es sei „höchste Zeit“, „für das Evangelium vom Reich Gottes, für das Evangelium, das dafür steht, dass wir eine Menschheitsfamilie sind, die aufeinander bezogen ist in Solidarität und Gemeinsamkeit“.

Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, das 2018 auch sein 60-jähriges Bestehen feiern kann, geht mit seiner diesjährigen Fastenaktion unter dem Motto „Heute schon die Welt verändert?“ der Frage nach, wie Menschen weltweit ein Leben in Würde ermöglicht werden kann. Im Mittelpunkt der Initiative stehen dieses Mal die Menschen in Indien. Teil der Aktion ist die bundesweite Kollekte, die Hilfsprojekten in Afrika, Lateinamerika und Asien zugutekommt. Zusätzlich gibt es in der Fastenzeit zahlreiche Bildungsveranstaltungen in Gemeinden, Verbänden und Schulen, zum Beispiel mit Gästen aus Indien, die von ihrem Land und Leben berichten.

(pm - cs)

18 Februar 2018, 13:47