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Seminaristen aus südlichen Ländern werden mit der Kollekte unterstützt Seminaristen aus südlichen Ländern werden mit der Kollekte unterstützt 

Österreich: Päpstliche Missionswerke sammeln weltweit für Seminaristen

Am Tag der Heiligen Drei Könige spenden Österreichs Katholiken für die Ausbildung von Priestern in den Ländern des Südens: Die Päpstlichen Missionswerke, kurz: Missio, bitten auch in diesem Jahr bei der traditionellen Epiphanie-Sammlung am 6. Jänner in Österreichs Pfarren um Spenden für diesen Zweck.

Mit der Kollekte will das Missionswerk eine praktisch und intellektuell qualitätsvolle Ausbildung zukünftiger Priester garantieren, die ohne die Spendengelder nicht möglich wäre, wie „Missio"-Nationaldirektor P. Karl Wallner am Mittwoch in einer Aussendung betonte. Die Sammlung wird nicht nur in Österreich durchgeführt, sondern in allen 150 Ländern, in denen die Päpstlichen Missionswerke vertreten sind. Damit werden insgesamt rund 80.000 Priesteramtskandidaten in hunderten Priesterseminaren in Asien, Afrika und Lateinamerika unterstützt.

Vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika „boomen" die Berufungen, oft fehle allerdings das nötige Geld, um die jungen Männer gut auszubilden, so P. Wallner: „Die Priester von morgen müssen sich auf eine Pastoral verstehen, die auf die Menschen zugeht. Gleichzeitig müssen sie auch intellektuell gut ausgebildet sein."

Bei einem Besuch in Kenia hätten ihm viele Priesterstudenten gesagt, dass sie sich ohne die Unterstützung der Päpstlichen Missionswerke die Ausbildung nicht hätten leisten können, berichtete Wallner. Und er verwies zugleich auf einen Besuch im Priesterseminar „St. Charles Lwanga" in Daressalam in Tansania. 132 Studenten werden dort zu Priestern ausgebildet. Wallner: „Besonders fasziniert hat mich die starke Persönlichkeit der Studenten. Ich hatte wirklich bei jedem das Gefühl, dass da Leitungs- und Vaterpersonen heranwachsen, die ihren priesterlichen Dienst gut ausführen werden."

In vielen Ländern sei die Priesterausbildung schon auf einem guten Niveau, so der „Missio"-Nationaldirektor: „Einige Seminare finanzieren sich mittlerweile selbst, andere benötigen dafür mehr Hilfe, weil sie erst im Aufbau begriffen sind." 

Die Ausschüttung der Gelder erfolgt in enger Kooperation mit dem Vatikan. „Wir von 'Missio Österreich' sammeln im Auftrag des Papstes. Das heißt, wir sind nach der Sammlung in einem intensiven Austausch mit der Kongregation für die Evangelisierung der Völker in Rom." Die Kongregation weist auf besonders förderungswürdige Projekte hin und „Missio Österreich" entscheidet dann, ob es sich an diesen Projekten beteiligt.

(kap - gs) 

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04 Januar 2018, 13:21