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Kardinal Marx: Gewissensentscheidung von Homosexuellen respektieren

Kardinal Reinhard Marx fordert einen neuen Umgang mit der kirchlichen Sexualmoral und wendet sich gegen blinden Rigorismus. Es sei falsch, „von außen zu sagen, jemand sei in einem Zustand der Todsünde“, das gelte auch bei der Bewertung von Homosexualität.

Ohne Blick auf die Gewissenssituation des Einzelnen, ohne Blick auf seine Realität, auf die konkreten Umstände sei eine Beurteilung von Verhalten nicht möglich, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz im Interview in der Januar-Ausgabe der Monatszeitschrift Herder Korrespondenz. Zwar reiche es auch nicht, zu sagen, man wisse selbst, was für einen gut ist, so Marx. „Natürlich geht es auch um die Verantwortung vor dem Evangelium und der gesamten Lehre der Kirche. Aber dann muss es einen Respekt vor der Entscheidung geben, die einer in Freiheit trifft“.

(HK)

27 Dezember 2017, 11:46