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Alice Weidel (AfD) Alice Weidel (AfD)  (AFP or licensors)

D: Weidel stößt auf Ablehnung

Mit ihrer neuerlichen Kirchenkritik stößt die AfD-Politikerin Alice Weidel weitgehend auf Ablehnung.

„Die heutigen demokratischen Verhältnisse mit der Nazizeit zu vergleichen, ist absurd und diffamierend“, erklärte der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der Union (EAK), Thomas Rachel. Der CDU-Bundestagsabgeordnete betonte: „Nirgendwo in ihrem Grundsatzprogramm bekennt sich die AfD ausdrücklich zum christlichen Menschenbild.“

Dem „Focus“ hatte Weidel laut vorab verbreiteter Pressemitteilung gesagt: „Wir wissen mittlerweile, dass die Amtskirchen, egal ob evangelisch oder katholisch, durch und durch politisiert sind.“ Die Trennung von Staat und Kirche werde nicht mehr eingehalten. „Damit spielen weite Teile der Kirchen bis auf wenige Ausnahmen genau die gleiche unrühmliche Rolle, die sie auch im Dritten Reich gespielt haben.“ Die AfD sei „die einzige christliche Partei, die es noch gibt“, so Weidel.

Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz sagte, die Polemik wolle
man nicht kommentieren. „Wir wünschen Frau Weidel eine licht- und
erkenntnisreiche Weihnacht“, erklärte Matthias Kopp.

(kna)

22 Dezember 2017, 10:29