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Proteste zum 48. Jahrestag der Einführung des Kriegsrechts in Quezon Proteste zum 48. Jahrestag der Einführung des Kriegsrechts in Quezon  (ANSA)

Philippinen: Schrecken des Kriegsrechts nicht vergessen

Die Lektion des Kriegsrechts darf nicht vergessen werden, „damit sich seine Schrecken nicht wiederholen“. Das schreiben die Bischöfe der Philippinen auf der Website der Bischofskonferenz an diesem Montag zum Jahrestag der Verhängung des Kriegsrechts. Dies wurde 1972 durch den damaligen Präsidenten der Philippinen, Ferdinand Marcos, in Kraft gesetzt.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass es sich wiederholt“, heißt es in der vom Bischof von Balanga, Ruperto Santos, unterzeichneten Botschaft. „Wir müssen unsere Freiheit schätzen, verteidigen und fördern.“ Heute sei das Kriegsrecht nur auf der Insel Mindanao in Kraft.

Ihm zur Seite stehe auch der Erzbischof von Manila, Broderick Pabillo, dem zufolge viele Filipinos keine Lehren aus dem Kriegsrecht gezogen hätten: „Ich glaube, wir haben nicht gelernt. Die Menschen sind nicht wachsam und haben nicht den Mut zu sprechen, sie lassen sich immer noch einschüchtern“, sagte er.

Der Bischof im Ruhestand, Arturo Bastes von Sorsogon, erinnerte daran, dass er als Priester und Leiter der sozialen Aktion in der Diözese Surigao zu denen gehörte, die unter den „Schrecken“ des Kriegsrechts litten: „Während dieser Zeit erlebte ich persönlich Schikanen und Gefahr... Viele Filipinos scheinen jedoch eine kurze Erinnerung an die Schrecken des Kriegsrechts zu haben“, bestätigt er die Sorge des Erzbischofs von Manila.

(vatican news – mg)

21 September 2020, 11:52