Tote und Verletzte bei Unruhen im Irak Tote und Verletzte bei Unruhen im Irak 

Irak: Bischöfe bedauern Eskalation der Gewalt

Auf Einladung von Kardinal-Patriarch Louis Raphael Sako haben die Kirchenführer des Irak am Dienstag in Bagdad eine gemeinsame Erklärung zur anhaltenden Krise abgegeben. Sie unterstützen ausdrücklich die Forderungen der Demonstranten und bekunden ihre Solidarität.

Die irakischen Bischöfe laden im Licht ihrer „historischen Verantwortung“ die Regierung zu dringend notwendigen Reformen ein. Sie nannten die Bereiche  „Arbeit, Wohnungen, öffentliche Dienste, soziale Hilfe und entschlossener Kampf gegen die Korruption, aber auch die Wiederherstellung des Werts der irakischen Währung“. An die Jugendlichen appellierten die Oberhirten, die „Barrieren des Konfessionalismus zu überwinden,“ damit im Zweistromland endlich eine Zivilgesellschaft entstehe, die den Pluralismus respektiere und den Irak zu einem Haus für alle mache.

Die Bischöfe erneuern zudem ihren Appell an alle Demonstranten, friedlich zu blieben und nicht zuzulassen, dass „Provokateure öffentliches oder privates Eigentum angreifen“. Kardinal Sako hatte bereits die Priester der katholischen Kirche zu anhaltendem Gebet wegen der Krise im Land aufgerufen. 

(pro oriente – ck)
 

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30. Oktober 2019, 11:21