Nächtlicher Gottesdienst in Obuasi/Ghana am 24. Juli Nächtlicher Gottesdienst in Obuasi/Ghana am 24. Juli 

Ghanaischer Erzbischof: Afrikas Probleme sind hausgemacht

Der ghanaische Erzbischof Gilbert Justice Yaw Anokye hat die Unterstützung für schlechte Regierungsführung in Afrika kritisiert.

Da Diktatoren und Despoten in einigen Ländern immer noch starken Rückhalt genießen, seien die Probleme des Kontinents, ebenso wie Armut, „aus freien Stücken“ gewählt. Das sagte der katholische Erzbischof von Kumasi am Samstag der Onlineredaktion der Vereinigung ostafrikanischer Bischofskonferenzen.

Aus dem langen Schlaf aufwachen

„Aus Angst oder Gunst wählten wir korrupte Führungskräfte anhand ihrer Stammeszugehörigkeit ins Amt“, so der Erzbischof. „Wir haben uns für Anführer entschieden, die Afrika seit der Unabhängigkeit bis heute nicht vorangebracht haben.“

In einer „Botschaft an meine Bruderbischöfe in Afrika“ appelliert Anokye, nach einem „langen Schlaf“ aufzuwachen. Es sei an der Zeit, politische Führer zu unterstützen, die Demokratisierung über ihre eigenen Interessen sowie die ihrer Familie und Volksgruppe stellten. „Staaten wie Malaysia und Singapur konnten der Armut entfliehen, da sie gute Anführer wählten. Afrika kann ebenso aufsteigen“, so der Erzbischof.

(kna – sk)
 

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11. August 2019, 13:07