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Migranten in Tripolis - Aufnahme vom Januar letzten Jahres Migranten in Tripolis - Aufnahme vom Januar letzten Jahres  (AFP or licensors)

Äthiopien erinnert an in Libyen ermordete IS-Opfer

Christen in Äthiopien haben an Ostern der 34 jungen Männer gedacht, die vor vier Jahren wegen ihrer christlichen Glaubensüberzeugung in Libyen ermordet worden sind.

IS-Terroristen hatten genau vor vier Jahren grausige Videos ins Netz gestellt, auf denen die Ermordung der 34 jungen Äthiopier zu sehen war. 17 wurden - in orangefarbenen Sträflingskleidern - an einem Mittelmeerstrand geköpft, weitere 17 in schwarzen Gewändern wurden in einer wüstenhaften Gegend durch Genickschuss getötet. Die Terroristen führten als „Begründung“ ihres Verbrechens an, die Äthiopier hätten sich geweigert, ihrem Glauben abzuschwören und zum Islam überzutreten.

Nach unbestätigten Berichten war unter den Opfern auch ein muslimischer Äthiopier, der sich von seinen Kameraden nicht trennen wollte und ihr Schicksal auch auf sich nahm.

Leichen wurden letztes Jahr entdeckt

Die Leichen der Opfer wurden im Dezember letzten Jahres entdeckt. Verhandlungen zur Überführung der sterblichen Überreste nach Äthiopien sind im Gang. Wegen der seit Jahren in Auflösung befindlichen libyschen Staatlichkeit gestalten sich diese Verhandlungen allerdings schwierig.

Auch ist bis heute nicht hundertprozentig geklärt, ob alle 34 Opfer der Islamisten äthiopische Staatsbürger waren oder ob es unter ihnen nicht auch eritreische Bürger gab. Unter den Migranten aus dem Bereich des „Horns von Afrika“ sind äthiopische ebenso wie eritreische oder somalische Staatsbürger. Viele von ihnen kommen bei der Durchquerung der Wüsten ums Leben oder werden Opfer von modernen Sklavenhändlern oder Transplantations-Verbrechern, die an den Organen gesunder junger Leute interessiert sind.

(kap – sk)
 

23 April 2019, 10:26