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Schweizergarde: Comic zeigt den Alltag hinter den Kulissen

Es gibt Filme über die Schweizergarde und viele Souvenir-Gegenstände wie Taschenmesser, Trinkflaschen und Stofftiere, die das Logo tragen oder im Garde-Look daherkommen. Aber das ist neu: Seit dieser Woche gibt es auch einen Comic, der den Alltag der päpstlichen Leibgarde aufzeigt.

Mario Galgano und Xavier Sartre – Vatikanstadt

Bis zum 8. Dezember wird in Pratteln in der Nähe von Basel eine große Ausstellung über die Schweizergarde gezeigt. Die Stiftung „Kunst und Kultur Region Basel“ hat Originaluniformen, Hellebarden und sogar ein echtes Papamobil in die Schweiz geholt. Wie der Präsident der Stiftung, Alexander Beyeler, uns sagte, handelt es sich um eine Berufsausstellung: Sie soll jungen Schweizern „einen Blick hinter die Kulissen des Vatikans“ erlauben.

Dazu passt, dass in diesen Tagen im Vatikan – und zwar in der Kaserne der Schweizergarde – ein Comic vorgestellt wurde, in dem die Garde Hauptdarstellerin ist. Das Werk von Arnaud Delalande, Yvon Bertorello und Laurent Bidot erzählt die Geschichte der kleinsten Armee der Welt, die Ausbildung der Wachen und ihren Alltag. 

Zum Nachhören

Realistisch gehaltene Zeichungen

Die realistisch gehaltene Zeichnung soll den Schauplatz Vatikan so treu wie möglich darstellen, so Laurent Bidot im Gespräch mit Radio Vatikan. Zu diesem Zweck machte der Zeichner während eines Besuchs im Vatikan und in der Kaserne der Wachen etwa hundert Fotos. Er gibt die dreifarbige Uniform genau wieder, die Rüstung und die Waffen, die täglich und zu besonderen Anlässen von den Schweizergardisten verwendet werden.

Was die historischen Darstellungen betrifft, erklärt Bidot, habe er eine „echte historische Arbeit geleistet, um die damals getragene Kleidung zu finden“. Es sei schwierig gewesen, „vor allem jene Uniformen zu finden, die im 16. Jahrhundert getragen wurden, als die Eidgenossen 1506 von Papst Julius II. rekrutiert wurden und dann während der Plünderung Roms durch die deutschen Landsknechte 1527 eine herbe Niederlage erlebten“.

Das tägliche Leben der Gardisten

Alle Informationen, die im Album gesammelt und dargestellt werden, seien sehr präzise, versichern die Autoren des Comics. Sie sprachen ausführlich mit mehreren Schweizergardisten, „insbesondere mit ihrem Kommandanten, um alle Informationen zu sammeln“, fügt Bidot an. Es gehe nicht darum, „zu romantisieren, zu phantasieren, sondern zu entdecken, was die Schweizergarde jenseits der seit langem damit verbundenen Folklore und Klischees ist“.

Das Album „Les gardiens du Pape - la Garde Suisse Pontificale“ erscheint zunächst auf Französisch in der Edition Artege in Paris; Übersetzungen in Deutsch und Italienisch sollen im März folgen.

(vatican news)

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30. November 2019, 09:26