Papst Franziskus beim Angelusgebet an diesem Festtag Papst Franziskus beim Angelusgebet an diesem Festtag

Papst an Mariä Empfängnis: „Auf die Gottesmutter vertrauen“

Das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria zeigt uns, dass all unsere Hoffnung von Gott kommt und auf ihn hinzielt. „Maria ist unsere Schwester, und vor allem unsere Mutter. Und wir, die wir uns bemühen, das Gute zu wählen, können uns ihr anvertrauen“. Das betonte Franziskus beim Angelusgebet am Hochfest Mariä Empfängnis auf dem Petersplatz.

Silvia Kritzenberger - Vatikanstadt

Am 8. Dezember, neun Monate vor dem Fest der Geburt Marias am 8. September, begeht die katholische Kirche das „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“. Es gilt dem Bekenntnis, dass die Mutter Jesu vor jedem Makel der Erbsünde bewahrt wurde.

„Der Engel Gabriel grüßt die Jungfrau mit folgenden Worten: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir“. Er nennt sie nicht bei ihrem Namen, Maria, sondern bei einem neuen Namen, den sie noch nicht kannte: Begnadete. Sie ist voller Gnade und daher leer von Sünde: das ist der Name, den Gott ihr gibt und den wir heute feiern,“ erklärte Franziskus.

Das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria zeigt uns, dass all unsere Hoffnung von Gott kommt und auf ihn hinzielt. Von ihm haben auch wir Sünder ein Geschenk erhalten, das das größte Gut von allen ist: Die Urgnade, die wir am Tag unserer Taufe empfangen haben.

„Und verdeutlicht wird uns das durch ein Bild: das weiße Taufgewand,“ betonte der Papst. „Es erinnert uns daran, dass sich unter dem Bösen, mit dem wir uns im Laufe der Jahre befleckt haben, ein größeres Gut versteckt. Hören wir, wie Gott uns sagt: "Mein Sohn, meine Tochter, ich liebe dich und ich bin immer bei dir. Du bist mir wichtig, dein Leben ist kostbar". Wenn die Dinge nicht gut laufen und wir entmutigt sind, wenn wir niedergeschlagen sind, uns vielleicht nutzlos oder unzureichend fühlen, dann sollten wir an diese Urgnade denken.“

Es ist oft schwer, das Gute zu wählen...

Dennoch sei unser Leben voller Versuchungen, die es uns oft schwermachen würden, das Gute zu wählen und am Guten festzuhalten, so Franziskus.

„Denken wir daran, wie oft wir es vergeudet haben, indem wir den Verlockungen des Bösen nachgegeben haben, wie oft wir mit Raffinesse unsere Interessen verfolgt oder etwas getan haben, das unser Herz verunreinigt hat. Wie oft wir unsere Zeit mit nutzlosen und schädlichen Dingen vergeudet, dafür das Gebet aufgeschoben haben und denen, die uns brauchten, gesagt haben: „Ich kann jetzt nicht“, obwohl wir sehr wohl gekonnt hätten!“

Die tröstliche Begleitung der Gottesmutter

Es ist tröstlich, dass uns als Hoffnungsgestalt in der Adventszeit gerade die Gottesmutter begleitet, die unsere Schwester, vor allem aber unsere Mutter ist. Daher der abschließende Rat von Papst Franziskus:

„Indem wir uns der Gottesmutter anvertrauen, uns ihr weihen, sagen wir zu ihr: "Halte meine Hand, führe mich: mit dir werde ich im Kampf gegen das Böse mehr Kraft haben, mit dir werde ich meine ursprüngliche Schönheit wiederentdecken". Vertrauen wir uns heute, jeden Tag, Maria an und sagen wir: "Maria, ich vertraue dir mein Leben an, meine Familie, meine Arbeit, mein Herz und meine Kämpfe. Ich weihe mich dir". Die Jungfrau Maria helfe uns, unsere Schönheit vor dem Bösen zu schützen.“

(vaticannews – skr)
 

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

08. Dezember 2022, 12:27

Das Angelus ist ein Gebet, dass in Erinnerung an das ewige Geheimnis der Menschwerdung drei Mal am Tag gebetet wird: 6 Uhr morgens, am Mittag und am Abend gegen 18 Uhr, jeweils wenn die Glocken zum Angelusgebet rufen.
Der Name ‚Angelus‘ stammt aus dem ersten Vers der lateinischen Version des Gebets - Angelus Domini nuntiavit Mariae. Es besteht aus der Lesung von drei schlichten Texten, bei denen es um die Menschwerdung Jesu Christi geht, gefolgt jeweils von einem Ave Maria.
Dieses Gebet wird vom Papst auf dem Petersplatz sonntags mittags und an Hochfesten gebetet. Direkt vor dem Gebet legt der Papst kurz die Lesungen des Tages aus. Nach dem Gebet folgen Grüße an die Pilger.
Von Ostern bis Pfingsten wird an Stelle des Angelusgebets das Regina Coeli gebetet, das an die Auferstehung Jesu Christi erinnert. Zum Abschluss dieses Gebets wird das „Ehre sei dem Vater“ drei Mal gesprochen.

Gebet des Angelus / Regina Coeli mit Papst

Alles lesen >