Gebetsanliegen des Papstes: Den Weltfrieden fördern

Seit mittlerweile vier Jahren gibt das Weltweite Gebetsnetzwerk des Papstes monatlich ein Video heraus, in dem der Papst selbst seine Gebetsintention für den kommenden Monat erläutert. Und Franziskus bleibt sich treu: Im Papstvideo zum Monat Januar lädt er Christen, Angehörige anderer Religionen und alle Männer und Frauen guten Willens ein, sich für eine Welt einzusetzen, auf der Gerechtigkeit und Frieden herrschen.

Silvia Kritzenberger - Vatikanstadt

Das Papstvideo zum ersten Monat des gerade angebrochenen Jahres widmet sich einem Anliegen, das uns alle angeht: die Förderung des Weltfriedens. „Alle Glaubenden, aber auch alle Menschen guten Willens“ lade er zu „Versöhnung und Geschwisterlichkeit“ ein, so Franziskus. Er betont, dass es „in unserer geteilten und zersplitterten Welt“ darum ginge, die Werte des Friedens und des harmonischen Zusammenlebens „durch eine Kultur des Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses“ zu verbreiten.

Zum Nachhören

 „Unser Glaube führt uns dazu, die Werte des Friedens und des Zusammenlebens, des Gemeinwohls zu verbreiten,“ so der Papst wörtlich, um abschließend zum Gebet einzuladen: „Lasst uns beten, dass Christen, Angehörige anderer Religionen und alle Menschen guten Willens sich gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einsetzen.“

Echte Geschwisterlichkeit anstreben

Es ist nicht das erste Mal, dass der Papst zu weltweitem Frieden und Gerechtigkeit aufruft. Anfang 2019 wies er in seiner Botschaft an die Mitglieder des diplomatischen Korps darauf hin, dass „der Frieden niemals ein Teilgut ist“, sondern „das ganze Menschengeschlecht umfasst“. Und in seiner Botschaft zur Feier des 53. Weltfriedenstages stellte Franziskus klar: „Wir müssen eine echte Geschwisterlichkeit anstreben, die auf unserem gemeinsamen Ursprung in Gott gründet und im Dialog und im gegenseitigen Vertrauen gelebt wird.“ Der Wunsch nach Frieden sei tief in das Herz des Menschen eingeschrieben, und wir dürften uns mit nichts Geringerem als diesem abfinden, so seine Mahnung.

Ein Aufruf zur Hoffnung

Wie Frederic Fornos, Leiter des päpstlichen Gebetsapostolats, betont, ist das erste Gebetsanliegen des Papstes im neuen Jahr vor allem ein Aufruf zur Hoffnung. Das Gebet rufe „immer Gefühle der Geschwisterlichkeit“ hervor, reiße Barrieren ein und überwinde Grenzen, habe Franziskus bei einer seiner Generalaudienzen herausgestellt.

Hintergrund

Das Video mit den Gebetsanliegen des Papstes ist ein Projekt des „Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes“. In kurzen Videos geht Franziskus jeden Monat auf eine der Herausforderungen ein, vor denen die Menschheit und die Kirche unserer Zeit stehen. Dem Netzwerk gehören mehr als 35 Millionen Katholiken in 98 Ländern an. Gegründet wurde es 1844 unter dem Namen „Gebetsapostolat“. Papst Franziskus hat das weltweite Gebetsapostolat am vergangenen 27. März als „Päpstliches Werk“ eingerichtet und die neuen Statuten genehmigt. Aktueller Leiter ist der französische Jesuit Frederic Fornos.

Das Papstvideo ist eine Initiative mit globaler Reichweite: es wird in 14 Sprachen veröffentlicht – zuletzt kamen Vietnamesisch, Polnisch, Suaheli und Kinyarwanda hinzu. Im Jahr 2019 wurden die Videos von mehr als 12 Millionen Menschen gesehen.

(vatican news)

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02. Januar 2020, 16:30