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Unser Buchtipp: Erlebte Kirche

Eine besondere Autobiographie eines außergewöhnlichen Kirchenmannes: Der emeritierte Schweizer Weihbischof Peter Henrici erzählt in seinem neusten Werk, wie er die Kirche in Belgien, Italien und in der Schweiz erlebt hat.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Zürich ist eigentlich die Hauptstadt des Schweizer Protestantismus. Es ist die Stadt von Zwingli und der Banken. Mittlerweile knien auf Bänken aber mehrheitlich Katholiken und das, obwohl die Stadt und der Kanton kein eigenes Bistum sind. Zürich gehört dem Bistum Chur an, was immer wieder für Kontroversen sorgte. So wurde 1993 völlig überraschend und in einer schwierigen kirchlichen Situation der damalige Philosophiehistoriker Peter Henrici zum Weihbischof für Zürich ernannt. Damals war er Professor an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und das seit 1960.

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Das Besondere an seiner Ernennung, die er zunächst ablehnte, war, dass er als Jesuitenpater als Weihbischof und Generalvikar in seine Heimatstadt zurückkehren würde und zwar nachdem die Schweiz erst zwei Jahrzehnte zuvor das Jesuitenverbot aufgehoben hatte.

In seinem Buch „Erlebte Kirche“ legt Henrici eine Art Rechenschaftsbericht ab. Er erzählt seine Sicht der Dinge über das Zweite Vatikanische Konzil und wie er dieses „große Treffen“ in Rom als junger Professor erlebt hat. Auch geht es in dem Buch um Ökumene. Wer einen Einblick auf die vergangenen Jahrzehnte im kirchlichen Bereich der Ewigen Stadt und nördlich der Alpen sucht, der findet in Henricis Buch viele interessante und spannende Antworten.

Zum Mitschreiben: Erlebte Kirche. Von Löwen über Rom nach Zürich, von Peter Henrici. Theologischer Verlag Zürich 2018.

(vatican news)

19 Januar 2019, 14:56