Boko-Haram-Kämpfer bei einem Terrorakt im Dezember letzten Jahres Boko-Haram-Kämpfer bei einem Terrorakt im Dezember letzten Jahres 

Nigeria: Mindestens 500 Gewalttote binnen drei Monaten

In Nigeria sind in den vergangenen drei Monaten laut Medienrecherchen mindestens 500 Menschen durch Gewalt, Terroranschläge und bewaffnete Überfälle ums Leben gekommen.

Neben dem Nordosten, wo die Terrorgruppen Boko Haram und „Islamischer Staat“ Anschläge verüben, ist aktuell besonders der Bundesstaat Katsina betroffen, schreibt die Zeitung „Daily Trust“. Nach Recherchen der Zeitung kommt es dort zu Überfällen durch bewaffnete Banden.

Konflikte nehmen an Schärfe zu

Die rivalisierenden Gruppen - Viehhirten, die überwiegend Fulani sind, und Bauern, die meist der ethnischen Gruppe der Haussa angehören, - würden zunehmend von Terroristen infiltriert. Auch im Osten gibt es zunehmend Konflikte auf lokaler Ebene. Allein in Taraba starben dabei seit Januar 149 Personen, wie es hieß.

Nigeria ist der bevölkerungsreichste Staat Afrikas. Hier leben etwa 250 ethnische Gruppen. Der Norden ist vor allem islamisch, der Süden eher christlich geprägt – das markiert eine der zahlreichen Konfliktlinien im Land.

(kna/rv – sk)
 

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21. Mai 2020, 12:12