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Gedenkfeier für die 368 Flüchtlinge, die am 3. Oktober 2013 vor der Küste von Lampedusa ertrunken waren Gedenkfeier für die 368 Flüchtlinge, die am 3. Oktober 2013 vor der Küste von Lampedusa ertrunken waren  (ANSA)

Italien: Migranten-Aufnahme ist „vernünftige Lösung“

Nach der Landung von 67 Migranten auf der italienischen Insel Lampedusa hat sich die evangelische Kirche lobend geäußert. Die „humanitäre, legale und vernünftige Lösung“, die Italien dieses Mal angewendet habe, müsse die Regel werden, erklärte der Koordinator des Flüchtlingsprogramms der Föderation der evangelischen Kirchen in Italien, Paolo Naso, am Freitag in Rom.

Eine solche Praxis gäbe Italien ein Druckmittel gegenüber den anderen europäischen Staaten, um eine Koordinierungsstelle für die Aufnahme von Flüchtlingen nach einer festgelegten Quote einzurichten, sagte Naso. Die evangelische wie auch die katholische und orthodoxe Kirche verfügten schon über Zentren, um die Verteilung der Migranten zu unterstützen.

Der evangelische Flüchtlingskoordinator regte auch eine Zusammenarbeit der Kirchen in Europa an, um Aufnahmekanäle jenseits der engen Dublin-Richtlinien zu schaffen. Naso erinnerte daran, allein seit Jahresbeginn seien laut UN-Angaben 83 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Dieses Massensterben müsse „um der Seele und des Gewissens Europas willen“ aufhören.

Die aus Pakistan, Ägypten und Somalia stammenden Migranten hatten Lampedusa am frühen Morgen des 18. Januars erreicht und waren von der italienischen Hafenpolizei in Sicherheit gebracht worden.

(kna/mediterraneanhope -rl)

 

 

19 Januar 2019, 11:34