Zuletzt waren holländische Bischöfe zum ad-limina-Besuch beim Papst Zuletzt waren holländische Bischöfe zum ad-limina-Besuch beim Papst 

Österreichs Bischöfe beginnen ad-limina-Besuch

Die österreichischen Bischöfe haben sich auf den Weg nach Rom begeben, wo am Montag ihr Ad-limina-Besuch im Zentrum der Weltkirche beginnt. Eröffnet wird die Wallfahrt zu den Apostelgräbern mit einer Eucharistiefeier am Montagmorgen im Petersdom.

Höhepunkt der intensiven Woche ist eine Audienz aller Mitglieder der Bischofskonferenz bei Papst Franziskus am Freitagvormittag. Das offizielle Ende bildet dann ein gemeinsamer Gottesdienst der Bischöfe am Freitagnachmittag in der Basilika St. Paul vor den Mauern.

Der Besuch „ad limina“ („an den Schwellen“ der Apostelgräber) ist vom Kirchenrecht in regelmäßigen Abständen vorgesehen. Für die österreichischen Bischöfe war das zuletzt im Januar 2014, nur wenige Monate nach Beginn des nun bald zehnjährigen Pontifikats von Papst Franziskus. Ein neuerlicher Besuch war ursprünglich bereits für Anfang Februar 2021 und dann für den Dezember geplant, musste aber wegen der Corona-Einschränkungen verschoben werden.


Ein Fixpunkt bei allen ad-limina-Besuchen sind die Gespräche der Bischöfe mit den engsten Mitarbeitern des Papstes, um einen Überblick über die Situation in ihrem Kirchengebiet geben zu können und dabei die Expertise auf weltkirchlicher Ebene einzuholen. Die großen Behörden der römischen Kurie, also die Dikasterien für Evangelisierung, Glaubenslehre, Bischöfe, Klerus, Ordensgemeinschaften, Gottesdienst sowie das Staatssekretariat, werden von allen Bischöfen besucht, ebenso die Dikasterien für Laien, Bildung, Kommunikation sowie die Vatikanbehörde für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen.



Weihnachtsmarkt vor der Karlskirche in Wien
Weihnachtsmarkt vor der Karlskirche in Wien

Dichtes Programm

Das dichte Programm des Episkopats in Rom sieht vor, dass auch die anderen Dikasterien der Kurie von bischöflichen Delegationen besucht werden. Alle Mitglieder der österreichischen Bischofskonferenz werden zudem das Generalsekretariat der Bischofssynode aufsuchen, das für den weltweiten Synodalen Prozess zuständig ist. Dieser wurde im Oktober 2021 eröffnet und hat seither die diözesane und österreichweite Phase durchlaufen. Ein wichtiger Referenzpunkt für die Gespräche mit dem Papst und der Kurie wird u.a. die von der Bischofskonferenz im September veröffentlichte „Nationalen Synthese zum synodalen Prozess“ sein. Das hat der Bischofskonferenz-Vorsitzende, Erzbischof Franz Lackner von Salzburg, zuletzt mehrfach betont.



Für die Diözesanbischöfe Wilhelm Krautwaschl (Graz-Seckau), Hermann Glettler (Innsbruck) und Josef Marketz (Gurk-Klagenfurt) sowie für Militärbischof Werner Freistetter ist es ihr erster ad-limina-Besuch; ebenso für Abt Vinzenz Wohlwend (Wettingen-Mehrerau) und den Salzburger Weihbischof Hansjörg Hofer. Für Kardinal Christoph Schönborn, der bis Juni 2020 an der Spitze der Bischofskonferenz stand, ist es nach 1992, 1998, 2005 und 2014 die bereits fünfte „Visitatio ad liminia apostolorum“ (Besuch an den Schwellen der Apostelgräber), für Erzbischof Lackner, der vor fast genau 20 Jahre die Bischofsweihe empfing, ist es schon die vierte.


(kap – sk)
 

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

11. Dezember 2022, 11:07