Extremwetter schlägt inzwischen vielfach in der Welt zu Extremwetter schlägt inzwischen vielfach in der Welt zu  (ANSA)

Extremwetter durch Klimawandel: Papst ruft zu Umkehr auf

Angesichts des Extremwetters im südlichen Europa und der jüngsten Überschwemmungen in Südkorea hat der Papst beim Angelus den Blick auf den menschengemachten Klimawandel gelenkt: „Schützen wir unser Gemeinsames Haus – ohne Aufschub!“, appellierte er eindringlich an die Staatenlenker.

Anne Preckel – Vatikanstadt

„Hier und in vielen Ländern kommt es zu extremen klimatischen Ereignissen, einige Regionen werden durch anormale Hitzewellen und zerstörerische Brände getroffen, in anderen gibt es Starkregen und Überschwemmungen wie es in den letzten Tagen in Südkorea passiert ist“, so der Papst am Sonntag beim Angelus, am Fenster des Apostolischen Palastes stehend.

„Ich bin den Leidenden nahe und den Helfern, die sich um die Opfer und Vertriebenen kümmern“, so Franziskus mit Blick auf die Not in Südkorea und in anderen Regionen, die aktuell unter den Folgen des Klimawandels leiden.

Emmissionen eindämmen

„Bitte – ich erneuere meinen Appell an die Verantwortlichen der Staaten, damit sie etwas Konkreteres tun, um die luftverschmutzenden Emissionen einzudämmen. Das ist eine dringliche Herausforderung, die man nicht aufschieben kann! Sie betrifft alle Menschen – schützen wir unser Gemeinsames Haus!“

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Ausnahmesituation in Südkorea

Heftige Unwetter hatten in Südkorea seit vergangener Woche verheerende Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Infolge des anhaltenden und starken Regens waren in dem asiatischen Land Landstriche überflutet worden, es kam zu Erdrutschen, Häuser stürzten ein. Tausende Personen mussten ihre Häuser verlassen. Die Zahl der Toten liegt im zweistelligen Bereich, zahlreiche Menschen werden noch vermisst.

Die meisten Opfer wurden zunächst aus der Provinz Nord-Gyeongsang gemeldet. Ein Staustamm im Landkreis Goesan lief über, was zu Überschwemmungen ganzer Ortschaften führte. In der Stadt Cheongju in der Provinz Nord-Chungcheong lief ein Stadttunnel voll, was viele Menschen in den Tod riss. Präsident Yoon sagte, Südkorea müsse sich besser für Extremwettereignisse und die Folgen des Klimawandels wappnen.

(vatican news – pr)
 

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23. Juli 2023, 12:42