Papst Franziskus trifft sich mit italienischen Feuerwehrleuten im Vatikan Papst Franziskus trifft sich mit italienischen Feuerwehrleuten im Vatikan 

Papst: In Notsituationen braucht es mehr als nur Hilfe

Der barmherzige Samariter lehrt uns, über die Notlage hinauszugehen und „die Voraussetzungen für eine Rückkehr zur Normalität zu schaffen“. Das gelte, wenn wir mit Situationen der Not und Dringlichkeit konfrontiert seien, sagte Papst Franziskus bei dem Empfang einer Delegation von Feuerwehrleuten an diesem Samstag.

Mario Galgano - Vatikanstadt

„Der barmherzige Samariter bringt dem Verletzten, nachdem er erste Hilfe geleistet hat, in ein Gasthaus und vertraut ihn dem Hausherrn an, damit der Bedürftige sich erholen kann“, fügte der Papst in seiner Rede im Vatikan hinzu.

„Dieses Treffen gibt mir die Gelegenheit, meine Wertschätzung für das zum Ausdruck zu bringen, was Sie repräsentieren und was Sie im Dienste der Gemeinschaft tun, sowohl im täglichen Dienst als auch bei großen Notfällen“, fuhr Franziskus fort. Das jüngste Beispiel sei die Überschwemmung auf der süditalienischen Insel Ischia. „Aber wir alle kennen Ihre zahlreichen und langwierigen Einsätze für die Erdbebenopfer. Auch ich habe mich bei einigen Ihrer Besuche in Italien persönlich davon überzeugen können, was Sie dort für die Menschen, die Umwelt und das historisch-künstlerische Erbe getan haben“, sagte Papst Franziskus bei der Audienz für die Feuerwehr im Vatikan.

Zum Nachhören - was der Papst bei der Audienz sagte

Weihnachten, das nun vor der Tür stehe, sei das Fest, das mehr als jedes andere die Werte zusammenfasse, die er seinen Gästen vorgeschlagen habe: Nähe, Mitgefühl, Zärtlichkeit; Solidarität, Dienst und Geschwisterlichkeit. „Und all dies ist uns nicht in einem zu befolgenden Kodex offenbart worden, sondern im Fleisch eines Menschensohns, Jesus, geschrieben. Das ist die christliche Neuheit, die uns immer wieder in Erstaunen versetzt: Gott kam, um uns zu retten, indem er wie wir war. Er hat getan, was Sie tun: Er ist gekommen, um uns in Gefahr zu retten, um uns zu retten, und er hat es auf die radikalste Weise getan, weil er wusste, dass er sein Leben geben musste, um uns zu retten. Er ist der barmherzige Samariter der Menschheit. Möge dieses große christliche Jubiläum für alle eine Gelegenheit sein, zu entdecken und zu erfahren, wie sehr Gott den Menschen, jeden Menschen, liebt!“, so Papst Franziskus.

Die Feuerwehr in Italien

Das Feuerwehrwesen ist in Italien mit 8 zentralen Abteilungen, 18 Landesbüros und 100 Provinzialkommandos mit ungefähr 800 Feuerwehrwachen überall im Land vertreten. Das Feuerwehrwesen unterliegt in dem südeuropäischen Land dem Innenministerium. Die Hauptaufgabe der Feuerwehr ist die Menschenrettung, die über die traditionelle Brandbekämpfung hinausgehen bis hin zur Verhinderung von Umweltschäden sowie vorbeugende Maßnahmen des Brandschutzes, daran erinnerte auch der Papst in seiner Ansprache.

Der Papst zu Besuch in dem Erdbeben-Gebiet von L´Aquila im August 2022
Der Papst zu Besuch in dem Erdbeben-Gebiet von L´Aquila im August 2022

Die Feuerwehr in Italien setzt sich aus etwa 35.000 hauptamtliche sowie freiberufliche Mitarbeiter zusammen. Die Provinzen Südtirol, Trentino und Aostatal haben eigenständige Organisationen.

Der Verantwortungsbereich der Feuerwehren wird durch nationales Gesetz geregelt und liegt hauptsächlich im Rettungswesen und Zivilverteidigung. Die Feuerwehr kann darüber hinaus auch im Ausland gem. internationaler Abkommen zum Zivilschutz je nach Gefahrenlage tätig werden.

(vatican news)

Die Audienz im Vatikan
Die Audienz im Vatikan

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10. Dezember 2022, 12:49