Begegnung am Montagmorgen im Vatikan Begegnung am Montagmorgen im Vatikan 

Zypern/Vatikan: Flüchtlinge und Friedensdialog

Um Aufnahmemöglichkeiten für Flüchtlinge und Möglichkeiten eines Friedensdialoges auf der geteilten Mittelmeerinsel Zypern ging es am Montagmorgen bei Gesprächen des Präsidenten der Republik Zypern, Nicos Anastasiades, im Vatikan.

Nach einer Privataudienz bei Papst Franziskus am frühen Montagmorgen sei Anastasiades mit dem vatikanischen Staatssekretär, Kardinal Pietro Parolin, und dem vatikanischen Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten und internationalen Organisationen, Erzbischof Paul Richard Gallagher, zusammengetroffen. Insgesamt dauerte der Vatikanbesuch zirka eine halbe Stunde.

„offene Fragen im Rahmen eines Dialogs klären“

Dabei sei der Willen bekundet worden, „die Zusammenarbeit in Bereichen von gegenseitigem Interesse, einschließlich der Aufnahme von Flüchtlingen, weiter auszubauen“, geht aus der anschließenden Vatikanerklärung weiter hervor. Darüber hinaus sei „der Prozess der Wiedervereinigung der Insel sowie die Lage im östlichen Mittelmeerraum und in der Region insgesamt“ erörtert worden. Es sei die Hoffnung geäußert worden, „dass offene Fragen im Rahmen eines Dialogs geklärt“ würden, hieß es weiter.

Papst war im Dezember 2021 auf Zypern

Papst Franziskus hatte Zypern im Dezember 2021 im Rahmen einer mehrtägigen Mittelmeerreise nach Zypern und Griechenland (2.-6.12.2021) besucht. Im Mittelpunkt der Reise standen die Flüchtlingsfrage und die vatikanisch-orthodoxen Beziehungen. Mit Blick auf den Zypernkonflikt und die geteilte Insel rief der Papst in Nicosia zu einem Friedensdialog und zu Versöhnung auf: „Denn es gibt eine Kraft der Gesten, die den Frieden vorbereitet: nicht die der anmaßenden Gesten, der Androhung von Vergeltung und der Machtdemonstration, sondern die der Gesten der Entspannung, der konkreten Schritte zum Dialog“, erinnerte er in einer Rede vor Regierungsvertretern und Diplomaten.

Zugleich warb der Papst bei seiner Reise im Dezember 2021 von Zypern aus für eine geschwisterliche Kultur der Aufnahme von Flüchtlingen innerhalb der Europäischen Union. Auf die Mittelmeerinsel reisen zahlreiche Flüchtlinge über die Türkei in der Hoffnung ein, in der Staatengemeinschaft einen Asylantrag stellen zu können, und stranden in überfüllten Flüchtlingslagern.

(vatican news – pr)
 

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24. Oktober 2022, 11:56