Papst Franziskus beim Schreiben Papst Franziskus beim Schreiben 

Papst schreibt krankem Friedensnobelpreisträger aus Argentinien

Einem Friedensnobelpreisträger aus Papst Franziskus` Heimat Argentinien geht es nicht gut. Also hat Franziskus (85) dem 90-jährigen Pazifisten Adolfo Pérez Esquivel ein paar handschriftliche Genesungswünsche geschickt. Es sind kurze Zeilen, aber voller Zuneigung, mit denen der Papst dem Kranken seine Nähe und Gebete zusichert. Perez Esquivel erhielt 1980 für seinen Kampf gegen das Unrecht der Militärdiktatur (1976-1983) in Argentinien den Friedensnobelpreis.

Friedensnobelpreisträger Adolfo Perez Esquivel war am Samstag während eines Aufenthalts bei seiner Frau Amanda Guerreño und dem Rest der Familie im Badeort Chapadmalal wegen eines zunächst angenommenen Schlaganfalls ins Krankenhaus eingeliefert worden. Diese Hypothese konnte durch weitere Untersuchungen ausgeschlossen werden.  Papst Franziskus hatte von dem Krankenhausaufenthalt seines Landsmanns durch den Bischof von Mar del Plata, Gabriel Mestre, erfahren.

Hier im Audio: Papst Franziskus schreibt krankem Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel
Adolfo Pérez Esquivel, (90) -  argentinischer Pazifist und Friedensnobelpreisträger
Adolfo Pérez Esquivel, (90) - argentinischer Pazifist und Friedensnobelpreisträger

Papstbrief und Krankensalbung

Der Papst, der den Nobelpreisträger am 21. März 2013, wenige Tage nach seiner Wahl zum Papst, in einer Privataudienz empfangen hatte, schickte seinem nun erkrankten Landsmann einen kurzen handschriftlichen Brief, den Bischof Mestre bei seinem Besuch im Krankenhaus überreichte. Franziskus schrieb: „Lieber Bruder, Bischof Mestre hat mich über dein Gesundheitsleiden informiert. Mit diesen Zeilen versichere ich dir meine Verbundenheit und meine Gebete für eine baldige Genesung. Grüße auch deine Frau. Möge Jesus euch segnen und die Heilige Jungfrau über euch wachen. In brüderlicher Verbundenheit."

„Möge Jesus Sie segnen und die Heilige Jungfrau über Sie wachen“

Der Bischof von Mar del Plata,  einer Diözese etwa 400 km von Buenos Aires, unterhielt sich mit Esquivel und betete mit ihm; zudem spendete er das Sakrament der Krankensalbung.

Herausragender Verteidiger der Menschenrechte

Franziskus hatte Esquivel in einer Botschaft anlässlich des 40. Jahrestages der Verleihung des Nobelpreises im vergangenen Jahr als „herausragenden Verteidiger der Menschenrechte" gelobt. „Ich danke dir für dein Zeugnis  während der schönen wie schmerzlichen Momente des Landes, für deine Worte, deinen Mut und deine Schlichtheit", schrieb der Papst und wünschte dem Landsmann, dass er sein Engagement stets in Demut fortsetzen möge.

Dienst am Nächsten während der Pandemie

In der Tat hat der betagte Nobelpreisträger seinen Dienst für die Bedürftigen und die Minderheiten Lateinamerikas nie unterbrochen, auch nicht während der Pandemie. In einem Interview mit dem Osservatore Romano vom 28. Mai 2020 erklärte er, er arbeite hart daran, den Menschen zu helfen. Esquivel prangerte in dem Artikel nicht nur die Covid-Pandemie, sondern auch die Gefahr einer „Hunger-Pandemie" an.

(vatican news - sst)

 

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04. Januar 2022, 10:52