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Frauen im Vatikan: Papst ernennt erstmals Beraterinnen für Synodenbehörde

Papst Franziskus hat sechs Fachleute, darunter vier Frauen, zu Beratern des Generalsekretariats der Bischofssynode ernannt. Bisher setzte sich der Kreis der Konsultoren dieser Kurieneinrichtung ausschließlich aus Priestern zusammen.

Alle vier Frauen sind Europäerinnen und waren bereits als Auditorinnen und Mitarbeiterinnen an der Jugendsynode vergangenen Herbst im Einsatz gewesen. Es handelt sich um die Ordensfrauen Nathalie Bequart, Alessandra Smerilli und Luisa Berzosa Gonzalez sowie die italienische Soziologieprofessorin Cecilia Costa.

Bequart wirkte 30 Jahre in der Jugendseelsorge und verantwortete danach für die französische Bischofskonferenz die Abteilung für Berufungspastoral. Maria Luisa Berzosa Gonzalez aus Spanien leitet das kirchliche Schulwerk „Fe y alegría". Die Italienerin Alessandra Smerilli lehrt Wirtschaftswissenschaft an der päpstlichen Ordensuniversität Auxilium und ist als Konsultorin für den Staat der Vatikanstadt tätig.

Darüber hinaus ernannte der Papst die beiden italienischen Ordenspriester Giacomo Costa und Rossano Sala in das Beratungsgremium. Auch sie hatten an der Jugendsynode mitgewirkt, wo sie als Sondersekretäre für die Redaktion des Abschlussdokuments zuständig waren.

Konsultoren an päpstlichen Behörden werden gemeinhin auf fünf Jahre ernannt. Sie unterstützen die Leitung der Dikasterien mit ihrem fachlichen Rat. Die nächste Bischofsversammlung, die Franziskus einberufen hat, ist die Amazonas-Sondersynode von 6. bis 27. Oktober 2019.

In anderen Kurienbehörden sind Konsultorinnen bereits seit vielen Jahren vertreten. Erst 2018 allerdings berief der Papst die ersten Frauen als Beraterinnen an die vatikanische Glaubenskongregation.

(vatican news - gs)

24 Mai 2019, 16:12