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Schweiz: „Enges Segensverständnis wird erweitert“

Der Theologe Stephan Leimgruber würdigt die Vatikan-Erklärung „Fiducia Supplicans“, die die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

In einem Kommentar für den Internetauftritt kath.ch spricht er von einem „respektablen Schritt“. „Vorbedingungen, wie eine Durchleuchtung des Lebens, darf es nicht geben, wie es die frühere Fixierung auf das sechste Gebot bei der Beichte war“, so der Luzerner Seelsorger, der bis 2014 Professor für Religionspädagogik an der LMU München war.

„Dokument zeigt anfanghaft eine neue Richtung“

„Dieser Schritt zur Segnung aller Paare hin erweitert ein enges Segensverständnis“, schreibt Leimgruber. „Hier geht es nicht um den sakramentalen Ehesegen, sondern um die Anrufung Gottes für ein Paar… Keine Rechtfertigung eines bestimmten Lebensstils ist intendiert, wohl aber eine pastorale Unterstützung der Personen auf ihrem Weg.“

Das neue Dokument habe „nicht im Griff, wie dieser Segen für alle im Leben realisiert wird“. Es sei auch „kein in jeder Hinsicht ausgereiftes und konsistentes“ Dokument, zeige aber „anfanghaft eine neue Richtung“. „Bemerkenswert für mich ist, dass ‚Fiducia supplicans‘ den Beginn eines Paradigmenwechsels signalisiert, dem noch einige weitere Selbstkorrekturen folgen dürften.“

(kath.ch – sk)
 

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14. Januar 2024, 10:14