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Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger beim „Austrian World Summit" für eine Überwindung der Umwelt- und Klimakrise Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger beim „Austrian World Summit" für eine Überwindung der Umwelt- und Klimakrise  (AFP or licensors)

Österreich: Schwarzenegger wünscht sich Requiem im Stephansdom

Arnold Schwarzenegger stammt aus der Steiermark, die große Karriere machte er jedoch in Hollywood, wo er besonders durch die „Terminator"-Filme bekannt wurde. Schon zu Lebzeiten macht der 73-jährige Schauspieler sich Gedanken über seinen Tod. Bestattet werden möchte er in der Heimat und im Wiener Stephansdom aufgebahrt werden.

Diesen Wunsch hat Arnold Schwarzenegger gegenüber Dompfarrer Toni Faber geäussert, wie dieser am Samstag der Agentur „Kathpress" bestätigte. Zugetragen hat sich alles bei einem Besuch Schwarzeneggers am Freitag im Stephansdom – am Rande des von ihm organisierten und in Wien stattfindenden „Austrian World Summit", bei dem der Österreicher sich mit zahlreichen Prominenten für eine Überwindung der Öko- und Klimakrise einsetzte.

Abschiedsmesse für Niki Lauda noch in Erinnerung

Schwarzenegger war am 29. Mai 2019 im Stephansdom unter den Trauergästen bei den Begräbnisfeierlichkeiten für Niki Lauda gewesen. Er erinnerte sich daran, dass es Lauda war, der ihn ermutigt habe, für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien zu kandidieren und nicht lange zu zaudern, sondern einfach sagte: „Do it!". Ihm liege es näher, „Nikis Leben zu feiern", als um ihn zu trauern, so Schwarzenegger damals wörtlich. „Die feierliche Abschiedsmesse für Niki Lauda im Stephansdom vor zwei Jahren war ihm in lebendiger Erinnerung", berichtete Dompfarrer Toni Faber über das Gespräch mit Schwarzenegger diesen Freitag. Den Ablauf des letzten irdischen Weges rechtzeitig zu regeln, nahm er bei seinem Besuch im Dom mit als Vorsatz auf seinem hoffentlich noch langen Lebensweg, so Faber.  

„Schon seit Kindheitstagen ist Schwarzenegger ein Orgelfan“

Schwarzenegger, der mit seiner Lebensgefährtin Heather Milligan gekommen war, liess sich bei der Visite im Dom auch von Domorganist Ernst Wally Österreichs grösstes Musikinstrument vorführen. Der Organist spielte Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel, dann griff Schwarzenegger auch selbst auf der Riesenorgel in die Tasten. „Schon seit Kindheitstagen ist Schwarzenegger ein Orgelfan und hat sich in den letzten Jahren sehr für das Projekt Riesenorgel interessiert", berichtete der Dompfarrer. Für einen Auftritt habe die Probezeit zuletzt leider nicht ausgereicht, aber immerhin für eine „kurze vierhändige Darbietung am beeindruckend neuen Orgelspieltisch – gemeinsam mit unserem Domorganisten", so Faber.

Die Orgel von Passau war ein Kindheitstraum

Der einstige „Terminator" ist bereits mehrfach als Liebhaber von Orgelmusik aufgefallen. Bei einem Besuch in Passau wohnte Schwarzenegger im September 2017 einem Konzert auf der weltgrössten Domorgel bei und erfüllte sich dabei – wie er sagte – einen Kindheitstraum. Bei einem Heimatbesuch in der Steiermark ein Jahr zuvor hatte Schwarzenegger das Stift Rein bei Graz und dessen Orgel aufgesucht.

Im Jänner 2018 war der Schauspieler zudem spontan zu Gast im Stephansdom gewesen. Dem bekennenden Orgelfan wurde damals ein Mini-Konzert von Domorganist Wally zuteil. Besonders habe sich Schwarzenegger für die Riesenorgel interessiert, für deren Wiederinstandsetzung eine gross angelegte Spendenaktion lief, berichtete damals der Dompfarrer.

(kap-sst)

04 Juli 2021, 11:12