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Thomas Heine-Geldern (Foto: Wlodzimierz Redzioch) Thomas Heine-Geldern (Foto: Wlodzimierz Redzioch)  (Copyright: free with credit to Photographer)

D: Religionsfreiheits-Bericht soll „neuen Schwung verleihen“

Das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ hat die Menschenrechtslage in 196 Ländern analysiert. Demnächst sollen die Resultate vorgestellt werden.

„Mit unserem neuen Bericht ‚Religionsfreiheit weltweit’ wollen wir unsere Stimme für die Menschen erheben, die nicht für sich selbst sprechen dürfen und die weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt werden.” Das erklärte der Geschäftsführende Präsident des weltweiten päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“ (Aid to the Church in Need – ACN), Thomas Heine-Geldern, zur bevorstehenden Veröffentlichung des „Religious Freedom in the World Report“ (RFR).

„Kirche in Not“ stellt den Bericht am 20. April in Rom vor. Darüber hinaus werden die Ergebnisse in zahlreichen anderen Städten auf der ganzen Welt präsentiert, „um eine breite, an Menschenrechten interessierte Öffentlichkeit anzusprechen“, so Heine-Geldern. Die Präsentation in Deutschland findet – vorbehaltlich des Infektionsgeschehens – im Rahmen einer Pressekonferenz am 22. April 2021 um 11 Uhr im Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin statt. Daran werden der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel MdB, der Berliner Erzbischof Heiner Koch, Heine-Geldern sowie weitere Vertreter des Hilfswerks mitwirken. Die Pressekonferenz wird auch per Livestream übertragen.

Bericht deckt 196 Länder und alle Religionen ab

Der Bericht „Religionsfreiheit weltweit“ erscheint dieses Jahr zum 15. Mal; „Kirche in Not“ gibt ihn seit 1999 heraus. Das Hilfswerk ist die einzige internationale katholische Institution, die regelmäßig die Situation der Religionsfreiheit in 196 Ländern weltweit untersucht und analysiert. Mit dem RFR möchte „Kirche in Not“ im Sinne von Papst Franziskus „der Verteidigung der Religionsfreiheit und der Menschenwürde neuen Schwung verleihen“, führte Heine-Geldern aus. Das Hilfswerk erfülle auf diese Weise eine tragende Säule seines Auftrags, der in Information, Gebet und tätiger Nächstenliebe besteht.

Einladung zum Menschenrechtsdialog

Die 196 Länderberichte wurden von insgesamt 30 unabhängigen internationalen Experten erstellt und decken die verschiedenen Religionen und Glaubensrichtungen ab. Dadurch könne „Kirche in Not“, so Heine-Geldern, „mit vielen unserer Mitbürger ins Gespräch kommen, ihr Interesse wecken und gleichzeitig ihr Bewusstsein für das Thema Religionsfreiheit schärfen.”

Die Neuauflage des Berichts zur Religionsfreiheit weltweit ist ab dem 20. April abrufbar unter: www.religionsfreiheit-weltweit.de. Aktuell ist dort noch der Bericht aus dem Jahr 2018 eingestellt. Auf der Internetseite können sowohl die einzelnen Länderberichte, die Regionalstudien und die Weltkarte eingesehen werden. Auch ein Download des gesamten Berichts ist möglich. „Kirche in Not“ Deutschland veröffentlicht darüber hinaus eine Zusammenfassung und die wichtigsten Ergebnisse des Berichts als Broschüre.

(kirche in not – mg)

06 April 2021, 11:11