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D: Dombauhütten gehören zum Immateriellen Kulturerbe

Die Kultur-Organisation der Vereinten Nationen, UNESCO, hat mehrere Dombauhütten, darunter die des Mainzer Doms, zu einem Immateriellen Kulturerbe erklärt.

Der Zwischenstaatliche UNESCO-Ausschuss entsprach mit dieser Entscheidung am Donnerstagabend dem Antrag der 18 europäischen Bauhütten auf Einschreibung des Bauhüttenwesens in das „Register guter Praxisbeispiele“ der UNESCO. Neben Bauhütten aus Deutschland hatten sich auch Bauhütten aus Frankreich, Norwegen, Österreich und der Schweiz an dem Antrag beteiligt.

Bereits im Jahr 2018 war das Bauhüttenwesen in das bundesweite Register guter Praxisbeispiele der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen worden. Mit großer Freude nimmt der Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, die UNESCO-Entscheidung auf.

„großartige Auszeichnung und internationale Wertschätzung“

Er spricht von einer „großartigen Auszeichnung und einer internationalen Wertschätzung“ für die Mainzer Dombauhütte. „Besonders freut es mich für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn es sind natürlich in erster Linie deren Handwerkskunst und Engagement, die mit der UNESCO-Entscheidung gewürdigt werden.“

Seltene Handwerkstechniken

In der Mainzer Dombauhütte, die vom Mainzer Domkapitel getragen wird, arbeiten aktuell vier Frauen und 15 Männer unter anderem als Steinmetze, Maler, Schlosser, Ingenieure und Gärtner. In der Steinmetzausbildung, die an der Mainzer Dombauhütte erfolgt, werden Handwerkstechniken vermittelt, die ansonsten kaum noch zum Einsatz kommen, wie etwa der Bleiverguss oder nachhaltige Arbeitsmethoden in der Steinsanierung.

(bistum mainz – sk)
 

18 Dezember 2020, 11:25