Vatican News
Polizisten vor der Theatinerkirche in München Polizisten vor der Theatinerkirche in München  (AFP or licensors)

D: Sehnsucht nach echten Messen

Der religionspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Stefan Ruppert, hat sich für eine Lockerung bei den derzeitigen Beschränkungen für die Gottesdienste ausgesprochen.

„Gottesdienste und öffentliche Gebete helfen besonders in dieser belastenden Zeit Menschen, Mut und Trost in der Ausübung ihres Glaubens finden“, sagte Ruppert am Freitag in Berlin.

Am Freitag beriet das Bundesinnenministerium am Vormittag mit den Chefs der Staatskanzleien über ein Rahmenkonzept für eine Lockerung von Gottesdiensten, auch das Robert-Koch-Institut ist an den Gesprächen ist daran beteiligt. Dem Ministerium liegen nach eigenen Angaben 15 Konzepte von Religionsgemeinschaften vor.

Die Entscheidung liegt bei den Ländern

Das Rahmenkonzept kann nur eine Empfehlung für die Länder sein. Die Entscheidung, ob und wann es Lockerungen gibt, liegt dann bei diesen. Teilweise haben einzelne Bundesländer schon Lockerungen beschlossen.

Bund und Länder werden nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) voraussichtlich gemeinsam erst am 6. Mai über weitere Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen entscheiden. Merkel hatte den Termin genannt, da nach ihren Angaben die Auswirkungen der am Montag begonnenen Öffnung der Geschäfte erst 14 Tage später abzuschätzen seien.

„Von keiner Seite“ Drängen oder Unverständnis

Eine Sprecherin der Bundesregierung betonte, die Regierung sei sich der Bedeutung der Religionsfreiheit bewusst. Gerade vor dem Hintergrund der Pandemie könne die Religion für viele Menschen „Trost und Kraft“ spenden.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bekräftigte, dass das Corona-Kabinett sich am Montag mit dem Rahmenkonzept befasst. Seinen Angaben zufolge behandelt dann die Ministerkonferenz am Mittwoch das Thema. Der Sprecher des Bundesinnenministeriums betonte, mit den Konzepten der Religionsgemeinschaften sei man „einen deutlichen Schritt“ weitergekommen. Die Religionsgemeinschaften hätten sich sehr kooperativ verhalten. „Von keiner Seite“ habe es Drängen oder Unverständnis gegeben.

(kna – sk)

24 April 2020, 16:21