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Priester in Indien während einer Eucharistiefeier Priester in Indien während einer Eucharistiefeier  (AFP or licensors)

Indien: Priester von Anklage freigesprochen

Ein katholischer Priester wurde vom Obersten Gericht im kleinen westindischen Bundesstaat Goa von der Anklage der Beleidigung eines hinduistischen Königs aus dem 17. Jahrhundert freigesprochen. Die Anklage hatte einen politischen Hintergrund.

Am 12. April hat das Goa-Gericht des "Bombay High Court" eine Anklage gegen einen katholischen Priester für nichtig erklärt. Die Polizei von Goa hatte den Fall gegen Pater Bolmax Fidelis Pereira aus dem Erzbistum Goa und Daman im August letzten Jahres registriert.

In einer Sonntagspredigt am 30. Juli 2023 hatte Pereira den verstorbenen Hindu-König als Beispiel für jemanden zitiert, der alle Glaubensrichtungen akzeptierte. Extremistische Hindu-Gruppen bearbeiteten und verbreiteten daraufhin ein Video, das einen Teil seiner Predigt zeigt, und beschuldigten den katholischen Priester, gesagt zu haben, Shivaj sei kein Gott.

Hintergrund der Christenverfolgung in Indien

Indien wird zurzeit von der BJP-Partei geführt, die bestrebt ist, Indien zu einer reinen Hindu-Nation zu machen. Seit 2014 ist Narendra Modi amtierender Premierminister Indiens. Modi hat dem hinduistischen Extremismus ein anti-muslimisches, anti-christliches populistisches Element hinzugefügt. Seitdem leiden Christen nicht nur unter gezielter Gewalt, mit der versucht wird, sie aus bestimmten Gebieten zu vertreiben, sondern auch unter Extremisten, die die wichtigsten Institutionen in den Bereichen Justiz und Bildung sowie in den Medien übernommen haben.

(ucanews - fc)

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15. April 2024, 15:05