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Eine Frau in Nicaragua hält ein Kreuz bei einer Demonstration  für Religionsfreiheit Eine Frau in Nicaragua hält ein Kreuz bei einer Demonstration für Religionsfreiheit  (EDGARD GARRIDO)

Frauen und Männer erleben religiöse Verfolgung unterschiedlich

Frauen und Männer erleben geschlechtsspezifische Formen religiöser Verfolgung: Das hat eine eine neue Studie ergeben. Mehr als 365 Millionen Christen sind weltweit in erheblichem Maße von religiöser Verfolgung und Diskriminierung betroffen.

Die religiöse Verfolgung, der Frauen und Mädchen ausgesetzt sind, ist im allgemeinen „durchweg komplexer und vielschichtiger als die von Männern und Jungen“, urteilt die gemeinnützige Organisation Open Doors International in ihrem Bericht. Die Organisation unterstützt Christen in mehr als siebzig Ländern weltweit.

Während Männer und Jungen häufiger wegen ihres Glaubens „gezielt, sichtbar und schwer“ angegriffen werden, sind Frauen oft Opfer „von sexueller Gewalt und Zwangsheirat sowie heimtückischer, unsichtbarer Gewalt hinter verschlossenen Türen“, berichtet Open Doors.

Kolumbianischer Bischof bedroht

Männer seien neben körperlichen Schäden auch staatlichem, wirtschaftlichem und psychologischem Druck ausgesetzt. Druckpunkte für Männer und Jungen seien demnach physische Gewalt, psychologischer Schaden, Inhaftierung, wirtschaftliche Schikanen und militärische Einberufung, so Open Doors. Der Bericht zitiert das Beispiel von Bischof Rubén Darío Jaramillo Montoya von der Diözese Buenaventura in Kolumbien, der seit 2021 von bewaffneten Gruppen bedroht wird, weil er Gewalt und Drogenhandel in der Region anprangert.

Gewalterfahrungen von Christinnen oft „im privaten Bereich“

Frauen und Mädchen werden in der Regel „im privaten Bereich verfolgt, oft hinter verschlossenen Türen oder durch Personen, die sie bereits aus ihren bestehenden Gemeinschaften und Beziehungen kennen“, so Open Doors. Die Druckpunkte für Frauen sind laut dem Bericht vorwiegend Zwangsheirat, sexuelle und physische Gewalt und Entführung.

Religiöse Verfolgung geschieht selten isoliert

Open Doors analysierte für die Studie die fünfzig Länder, die auf der Weltbeobachtungsliste 2023 stehen, einer jährlichen Rangliste der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Nordkorea, Somalia, Libyen, Eritrea und der Jemen wurden als die fünf schlimmsten Länder für Christen genannt.

Die Daten, die auf „sieben Jahren geschlechtsspezifischer Forschungsergebnisse über religiöse Verfolgung“ beruhen, zeigen auch, dass Männer und Frauen aller Altersgruppen „religiöse Verfolgung selten als einen einzigen, isolierten Druckpunkt erleben“, so der Bericht.

 

(ucanews – vn)

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18. März 2024, 13:56