Kinder am 7. August in Niamey Kinder am 7. August in Niamey  (AFP or licensors)

Niger: „Krise hat schwere Auswirkungen auf Kinder“

Die anhaltende Krise in der Republik Niger bedeutet „eine wachsende Gefahr für Millionen gefährdeter Kinder im Land“. Das sagt der Unicef-Vertreter in Niger, Stefano Savi.

Schon vor der Krise seien die Fälle von schwerer Unterernährung bei Kindern im Land extrem hoch gewesen, so der Vertreter des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen. „Derzeit sind mehr als zwei Millionen Kinder von der Krise betroffen und benötigen dringend humanitäre Hilfe.“ Die Zahl unterernährter Kinder werde noch steigen, wenn die Lebensmittelpreise weiter nach oben kletterten und die wirtschaftliche Rezession die Familien, Haushalte und Einkommen treffe.

„Angesichts der jüngsten Stromblockaden und der Tatsache, dass 95 % der Kühlketten-Infrastruktur des Gesundheitssystems von Strom abhängig sind, muss mehr getan werden, um sicherzustellen, dass Impfstoffe für Kinder und andere Vorräte nicht gefährdet sind.“ Das Nachbarland Nigeria hat die Stromversorgung nach Niger unterbrochen, um die Putschisten dort unter Druck zu setzen.

Lebensrettende Hilfsgüter hängen an der Grenze fest

Lebensrettende Hilfsgüter seien derzeit „an mehreren Einreisepunkten in das Land blockiert“. Wichtige Hilfsmittel für die Behandlung von Unterernährung und Impfungen liefen Gefahr, ihre Wirksamkeit zu verlieren, wenn sich ihre Einreise nach Niger weiter verzögere und sie den Witterungsbedingungen ausgesetzt seien.

(unicef – sk)
 

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20. August 2023, 11:07