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Buddhistischer Mönch in Colombo Buddhistischer Mönch in Colombo  (AFP or licensors)

Sri Lanka: Nicht spalten lassen

Kirchenführer in Sri Lanka warnen die Menschen vor den Versuchen von Politikern, sie im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr aufgrund ihrer Religion zu spalten.

„Rassen- und Religionskonflikte wurden in der Geschichte immer wieder geschaffen, um politische Macht zu erlangen“, sagte Pater Cyril Gamini, Sprecher der Erzdiözese Colombo, jetzt vor der Presse. „Um Macht zu erlangen“, werde derzeit künstlich eine Kontroverse um den Buddhismus entfacht.

Verhaftete Komikerin

Die Erklärung bezog sich auf die Verhaftung einer Komikerin, die Buddha beleidigt haben soll. Die Kriminalpolizei untersucht die Anschuldigungen gegen sie und eine ähnliche Anschuldigung gegen einen protestantischen Pastor. Zuvor hatte Präsident Ranil Wickremesinghe Mitte Mai eine Untersuchung gegen den Pastor angekündigt, zu dessen Anhängern berühmte Kricketspieler, Filmstars und Geschäftsleute gehören.

Sri Lanka ist offiziell ein buddhistisches Land, in dem über 70 Prozent der 22 Millionen Einwohner dieser Religion angehören. Die Präsidentschaftswahlen sollen in dem Inselstaat vor September 2024 stattfinden. Die katholische Kirche verurteilt die Verletzung der Gefühle von Buddhisten, warnt aber eindringlich vor politischer Instrumentalisierung solcher Fälle.

(ucanews – sk)
 

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02. Juni 2023, 10:14