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Hinrichtungsstopp: Sant’Egidio lobt Kalifornien

Die katholische Basisgemeinschaft Sant’Egidio begrüßt die Aussetzung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Kalifornien. Ein Statement aus Rom, wo die Gemeinschaft ihren Hauptsitz hat, spricht von einem „großen Hoffnungssignal“.

Kalifornien sei der Ort, wo es (in einem Gefängnis bei San Francisco) mit 737 zum Tod verurteilten Menschen „den größten Todestrakt der Welt“ gebe, so Sant’Egidio. „Seit 1978 gab es aber nur elf Hinrichtungen dort; 79 Insassen im Todestrakt starben eines natürlichen Todes, 26 durch Selbstmord.“

Jetzt bestehe erstmals begründete Aussicht darauf, dass Kalifornien die Todesstrafe ganz abschaffen könnte, urteilt die Basisgemeinschaft. „Aus Kalifornien kann ein neuer Impuls zum Zurückdrängen der Todesstrafe in den ganzen USA kommen.“

19 US-Bundesstaaten haben Todesstrafe abgeschafft

Im Bundesstaat New Hampshire stehe die Abschaffung der Todesstrafe bevor, und ähnliche Initiativen gebe es jetzt erstmals auch in US-Bundesstaaten mit republikanischer Führung, z.B. Utah. Bisher haben 19 der fünfzig Bundesstaaten die Todesstrafe ganz abgeschafft, in drei weiteren ist sie ausgesetzt.

Der neue Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, hat ein solches Moratorium per Dekret angeordnet; es gilt ab sofort. Schon seit 13 Jahren waren in Kalifornien Hinrichtungen „vorläufig ausgesetzt“.

Sant’Egidio engagiert sich schon seit Jahrzehnten für eine weltweite Abschaffung der Todesstrafe. Auch der Vatikan ist unlängst offiziell auf diese Linie eingeschwenkt.

(pm – sk)

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14. März 2019, 11:36