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Papst: Armen dienen hat oberste Priorität

Franziskus hat bei einer Audienz für die Priester des Säkularinstituts Prado auf die Rolle der Geistlichen für den Armutsdienst hingewiesen. Der Papst traf die Gemeinschaft am Samstagvormittag im Vatikan bei einer Privataudienz.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Das Säkularinstitut „Istituto del Prado“ wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im französischen Lyon vom seligen Antoine Chevrier gegründet. Die Angehörigen eines Säkularinstituts sind Priester, die jedoch kein gemeinschaftliches Leben führen – also im Kloster leben – sondern „in der Welt“ tätig sind und vor allem im Dienste der Armen und Benachteiligten stehen. Und darauf ging Franziskus in seiner Ansprache ein: „Unsere Epoche kennt auch die Armut, alte und neue Formen, in materieller und spiritueller Hinsicht und es gibt so viele, die um uns leben und leiden, in Armut und Angst leben. Oft sie sind von der Kirche fern und kennen gar nicht die Freude und den Trost der Frohen Botschaft“, so der Papst.

Es sei der Auftrag der Kirche, diese Menschen zu erreichen und deshalb sei Franziskus froh, dass es Institute wie jene des von Chevrier gebe. Er spornte die Gäste im Vatikan an, weiter den Auftrag des Seligen zu verfolgen und zu festigen. Dies sei im Übrigen das Herz der katholischen Kirche: den Armen beizustehen.

Franziskus erinnerte an die Seligsprechung von Pater Chevrier 1986 in Lyon. Der heilige Papst aus Polen habe die verschiedenen Bereiche Chevriers genannnt. „Ich möchte nur eines davon nennen, als der Papst darum bat: ,Sprecht mit Jesus Christus in der selben Intensität des Glaubens wie Pater Chevrier.´“, so Franziskus. Die Armen hätten nämlich ein Anrecht darauf, von Jesus zu erfahren. Im Übrigen hätten arme Menschen eine „besondere Anziehungskraft“ gegenüber dem Glauben, fügte Franziskus an. Es sei die schlimmste Diskriminierung, die es geben kann, wenn man Armen den Zugang zu Gott verwehre, deshalb habe die Seelsorge gegenüber Armen oberste Priorität.

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07. April 2018, 11:53