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Bei dem Anschlag in der Jesuitenuniversität gab es drei Tote Bei dem Anschlag in der Jesuitenuniversität gab es drei Tote 

Philippinen: Anschlag auf Jesuiten-Uni in Manila

Als „schrecklichen Gewaltakt“ haben katholische Privatschulen auf den Philippinen den Anschlag mit drei Todesopfern auf dem Campus der Jesuiten-Universität Ateneo de Manila verurteilt.

Die Attentäter hätten die Abschlussfeier in „Terror, Trauma und Tod“ verwandelt, sagte Marissa Viri, Präsidentin des Verbands der katholischen Bildungseinrichtungen (CEAP), in einer am Montag auf der Webseite der Bischofskonferenz veröffentlichten Erklärung „Wir rufen unsere Brüder und Schwestern in der CEAP-Gemeinschaft zu Gebeten für die Opfer und ihre Familien auf", so Schwester Viri. Der CEAP gehören mehr als 1.500 katholische Bildungseinrichtungen an.

Anschlag galt Kommunalpolitikerin

Der Anschlag vom Sonntag galt nach Erkenntnissen der Polizei Rose Furigay, der ehemaligen Bürgermeisterin der Stadt Lamitan in der südphilippinischen Provinz Basilan. Furigay starb bei dem Angriff, ebenso ihr langjähriger Assistent Victor Capistrano und mit Jeneven Bandiala ein Sicherheitsbeamter der Universität. Zwei weitere Menschen, darunter die Tochter der ehemaligen Bürgermeisterin, wurden verletzt.

Die Polizei nahm nach einer Verfolgungsjagd den mutmaßlichen Attentäter fest. Er hatte während der Abschlussfeier des aktuellen Jura-Studiengangs an der Jesuitenuniversität das Feuer eröffnet. Polizeiangaben zufolge wollten die Opfer gerade das Gebäude betreten, als sie beschossen wurden.

Kein akzeptabler Grund für Gewalt

Auch die Jesuitenuniversität betonte in einer Erklärung, es gebe „keinen akzeptablen Grund für Gewalt“. Man hoffe und bete, dass schnell der Gerechtigkeit Genüge getan werde. Die Jesuiten gedachten in ihrem Statement auch des Sicherheitsbeamten Jeneven Bandiala, der bei dem Versuch ums Leben gekommen war, den Angreifer zu stoppen. „Ruhe in Frieden… Du bist ein wahrer Held. Danke für deinen Dienst und dafür, dein Leben für die Sicherheit der Menschen zu opfern, denen du dienst“, so der Jesuitenpater Ro Arilano über Facebook. Die Universität teilte mit, sie versuche derzeit, den durch den Anschlag traumatisierten Studenten und Lehrern beizustehen.

(kna/ucanews – cs)

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25. Juli 2022, 13:21