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Dürre in Äthiopien: UNICEF ruft zu Aufstockung humanitärer Hilfe

Wegen der anhaltenden Dürre in Äthiopien schlägt UNICEF Alarm und warnt vor verheerenden Folgen vor allem für Kinder und Mütter. Nothilfen müssten aufgestockt werden, so der Appell des Hilfswerkes.

Bis 2022 würden in den vier Regionen voraussichtlich 850.000 Kinder an schwerer Unterernährung leiden, rechnete das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen an diesem Mittwoch vor. Der Notstand sei neben einer schweren Dürre auf verschiedene Konflikte und wirtschaftliche Rezession zurückzuführen.

Wasser suchen statt Schulbank

 

Aufgrund des Wassermangels gingen mehr als 155.000 Kinder in den Tieflandgebieten der Regionen Somali und Oromia nicht zur Schule, um bei der Wassersuche zu helfen. Die verpassten Regenzeiten hätten in dieser Region dazu geführt, dass Vieh und Ernten vernichtet wurden und „Hunderttausende von Kindern und ihre Familien“ am Rande einer Katastrophe stünden. Es werde erwartet, dass bis Mitte März 2022 mehr als 6,8 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe benötigen würden. Auch seien Vertreibungen von Menschen aus den betroffenen Gebieten „in großem Umfang“ zu beobachten.

Nothilfen aufstocken

In Abstimmung mit den örtlichen Behörden versucht UNICEF Nothilfe bereitzustellen, Brunnen und Wassersysteme instand zu setzen und schwer unterernährte Kinder zu behandeln. Um die bedürftigen Menschen in den betroffenen Regionen zu erreichen, braucht es laut UNICEF eine Aufstockung der veranschlagten humanitären Hilfen um gut 30 Millionen US-Dollar auf insgesamt etwa 280 Millionen Dollar.

(pm – pr)
 

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02. Februar 2022, 13:10