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Weihnachtdekoration im japanischen Saitama Weihnachtdekoration im japanischen Saitama 

Asien und Ozeanien: Kein Vergeuden zu Weihnachten

Der Vorsitzende der philippinischen Bischofskonferenz, Bischof Pablo Virgilio David von Kalookan, hat zum Verzicht auf „verschwenderische Bankette“ aufgerufen, um die Hilfe für die notleidende Bevölkerung in den Visayas und im Norden Mindanaos zu unterstützen.

Die Zahl der Todesopfer auf den Philippinen ist auf 375 angestiegen, darunter auch ein Priester. In Cebu nahmen die Missionare 44 arme Familien in ihrem Haus auf. Eine abgelegene Stadt wurde erst nach einer Woche erreicht.

Die katholische Kirche auf den Philippinen hat für den 25. und 26. Dezember zu einer außerordentlichen Initiative des Gebets und der Solidarität mit der betroffenen Bevölkerung aufgerufen, die die Weihnachtsfeierlichkeiten begleiten wird. Der Erlös wird zur Unterstützung der Maßnahmen verwendet, die Caritas in den zehn am stärksten betroffenen Diözesen in der Region zwischen den Visayas und dem Norden der Insel Mindanao durchführt.

Weihnachtsfeier im vom Taifun betroffenen Alegria auf den Philippinen
Weihnachtsfeier im vom Taifun betroffenen Alegria auf den Philippinen

Das zweite Jahr in Folge werde es in Myanmar ein anderes Weihnachten geben als gedacht; keine Lichter, kein Gesang und keine Feierlichkeiten. „Bis 2019 haben wir andere religiöse Führer eingeladen, mit uns zu feiern. Im Jahr 2020 kam es dann zur Pandemie-Katastrophe von Covid-19. Dieses Jahr ist es noch schlimmer, denn wir leiden unter einer vom Menschen verursachten Katastrophe, für die es kein Heilmittel gibt.“ So beschreibt der Erzbischof von Mandalay, Marco Tin Win, die Situation in Myanmar. „Ich bin 62 Jahre alt und habe in meinem Leben noch nie etwas so Tragisches erlebt“.

Dramatische Lage in Myanmar

Seit die Militärjunta am 1. Februar dieses Jahres die Kontrolle über das Land übernommen und die von Aung San Suu Kyi geführte Regierung abgesetzt habe, dauern die Kämpfe in ganz Myanmar an. „Wir hatten gehofft, Weihnachten wie früher zu feiern, mit Menschen. Aber wir verbringen diese Tage mit Traurigkeit, da wir uns darauf vorbereiten, Jesus willkommen zu heißen, indem wir für unser Volk beten“, so der Erzbischof gegenüber AsiaNews. Auch die Erzdiözese Mandalay, die im Zentrum des Landes liegt, habe eine Abwanderung ihrer Einwohner zu verzeichnen.

Indien leidet an der Covid-Pandemie

Der Erzbischof vom Mumbai, Kardinal Oswald Gracias, dankte in seiner Weihnachtsbotschaft alle, die zur Überwindung und Unterstützung der Bedürftigen während der gegenwärtigen Pandemie beitrügen. Durch die Covid-19-Pandemie hätten viele Menschen in Indien nicht nur Angehörige, sondern auch ihre finanzielle Existenz verloren.

Weihnachtsfeier im indischen Ahmedabad
Weihnachtsfeier im indischen Ahmedabad

Australiens Kirchenführer verkündeten angesichts der Pandemie mit überwältigender Mehrheit Weihnachtsbotschaften der Einheit und Resilienz. Führende Geistliche forderten die Menschen auf, einander mit Güte, Akzeptanz und Großzügigkeit zu begegnen, da die Covid-19-Pandemie weiterhin das Leben der Menschen beeinträchtige. Der anglikanische Erzbischof von Adelaide, Geoffrey Smith, sagte, dies sei von entscheidender Bedeutung, da sich die Gesellschaft immer mehr aufrege und polarisiere. Der Vorsitzende der australischen katholischen Bischofskonferenz, Mark Coleridge, betonte, das Zusammenkommen von Familien, Freunden und Gemeinschaften sei „wichtiger denn je in einer Zeit der Pandemie, in der Isolation und Trennung hart getroffen haben“. Der Erzbischof von Brisbane betonte jedoch auch, dass „Weihnachten die Überwindung der grundlegendsten aller Trennungen feiert, der Trennung von Himmel und Erde, von Gott und Mensch“.

Weihnachtsfeier im australischen Sydney
Weihnachtsfeier im australischen Sydney

Reverend Rob Nyhuis, Vorsitzender des Rates der Kirchen Christi in Australien, sagte, Weihnachten ermutige die Menschen, zurückzublicken, um dann besser nach vorne schauen zu können. „Das Kommen Jesu vor 2000 Jahren war für eine Welt, die nach Freiheit suchte, aber auch heute suchen die Menschen nach einem besseren Morgen, insbesondere beim Wiederaufbau nach der Pandemie“, sagte er.

Für Wayne Alcorn, den nationalen Präsidenten der christlichen Kirchen Australiens, stehe Weihnachten für die Suche nach Frieden inmitten turbulenter Zeiten. „Unser Gebet ist, dass Weihnachten 2021 eine Zeit sein wird, in der die Menschen überall die Gegenwart, die Person und die Macht des Sohnes Gottes annehmen; dass jedes Herz den wahren Frieden erfahren kann, der in Jesus Christus ist“, sagte er.

(asianews – mg)

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25. Dezember 2021, 10:56