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Bischof Kussala von Tombura Bischof Kussala von Tombura 

Südsudan: Sorge über Gewalt in Tombura

Die Gewalt kam aus heiterem Himmel: Bewaffnete zogen am 19. Juni in der Region Tombura auf und gingen auf die Zivilbevölkerung los. Mehrere Tage lang plünderten und brandschatzten sie; mehr als 21.000 Menschen (die Hälfte von ihnen Kinder) ergriffen die Flucht.

Bischof Eduardo Hijboro Kussala von Tombura kennt die genauen Hintergründe der Gewalt nicht; er schreibt sie der allgemeinen Unsicherheit im Südsudan und der Abwesenheit des Staates in weiten Teilen des Landes. Doch in einem Appell, der jetzt vom Verband ostafrikanischer Bischofskonferenzen veröffentlicht wurde, zeigt sich der Bischof tief besorgt über die Gewalt.

Er fürchtet, dass dadurch Unterernährung, Krankheiten und Tod unter der Zivilbevölkerung weiter um sich greifen, und bittet um humanitäre Hilfen. Die Flüchtlinge lebten unter äußerst prekären Umständen „ohne Obdach, Wasser oder Nahrung“. Ohnehin sei die Bevölkerung in einem der ärmsten Staaten der Welt wegen „Jahren des Bürgerkriegs, der Unsicherheit und neuerdings der Corona-Pandemie leidgeprüft“.

„Ohne Obdach, Wasser oder Nahrung“

Für den kommenden Sonntag bittet Kussala alle 35 Pfarreien und Bistumsbüros von Tombura, Kleidung, Zelte, Matratzen und alle möglichen weiteren Güter zu sammeln, um den Flüchtlingen zu helfen. Auch ein Großteil der Kollekte vom letzten Sonntag soll ihnen zugutekommen, hat der Bischof entschieden.

(vatican news – sk)
 

03 Juli 2021, 11:48