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Gerade in schwierigen Lagen ist es gut, Hoffnung und Humor nicht zu verlieren ;) Gerade in schwierigen Lagen ist es gut, Hoffnung und Humor nicht zu verlieren ;) 

Kirche im Heiligen Land: Lachen als Therapie

Lachen ist gesund, sagt ein Sprichwort. Das weiß auch das Lateinische Patriarchat von Jerusalem. Es hat während der Pandemie daher für palästinensische Frauen eine „Lächeltherapie“ gestartet, um psychischen Druck abzufangen und innere Wunden zu heilen.

Bei der „Lächeltherapie“ geht es laut dem vatikanischen Pressedienst Fides darum, Techniken und Praktiken zu erlernen, die die wohltuenden Wirkungen von Humor und Freude nutzen, um besonders psychische Leiden zu lösen. „Frauen, die das Fundament und die Säule jeder Familie sind, stehen in Ost-Jerusalem unter starkem Druck", berichtete Dima Khoury, Leiterin der Abteilung für soziale Dienste des Lateinischen Patriarchats. Workshops wie die Lachtherapie könnten helfen, innere Wunden nicht zu verdrängen und im Unterbewusstsein zu verstecken, sondern zu lernen, „Druck und Wut auf gesunde Weise abzulassen". So könne das psychische Gleichgewicht bewahrt beziehungsweise wiedererlangt werden.  

„Druck und Wut auf gesunde Weise ablassen“

Die Sozialabteilung des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem organisierte dementsprechend jüngst einen Workshop für palästinensische Frauen im Heiligen Land. An dem Seminar nahmen laut Fides  16 Palästinenserinnen aus Ostjerusalem teil, wo die arabische Bevölkerung sehr hoch ist.  Allen Teilnehmerinnen sei höchste Vertraulichkeit garantiert worden. Viele der Frauen, die an dem jüngsten Workshop teilnahmen, leben von Arbeitslosenunterstützung, die kaum die Kosten für die Miete ihrer Wohnungen deckt. Die meisten von ihnen, oder ihre Ehemänner, arbeiteten in Hotels und Restaurants, denen die Kunden fehlen, nachdem die Pandemie den Strom der Pilger und Touristen aus dem Ausland abebben ließ.

Spezielle Hilfe für Frauen

Der „Lächel-Workshop" wurde von einem Pfarrer initiiert und war Teil einer Serie von Hilfsprogrammen speziell für palästinensische Frauen, die das Patriarchat in Kooperation mit Caritas Jerusalem und dem Palästinensischen Ökumenischen Zentrum Al-Sabil mit Beginn der Covid-19-Pandemie begonnen hatte. Gerade die palästinensischen Frauen brauchten in der Pandemie besondere Hilfe, da zu den chronischen sozialen und wirtschaftlichen Problemen nun soziale Isolation, verstärkte Arbeitslosigkeit sowie verstärkte Ängste mit Blick auf medizinische Versorgung sowie gesundheitliche Probleme kamen, so das Lateinische Patriarchat von Jerusalem laut Fides.

Die Unterstützungsprojekte, die das Lateinische Patriarchat während der Pandemie startete, bieten Frauen und Mädchen in Ost-Jerusalem auch handwerkliche Tätigkeiten und Berufsausbildungskurse an. So sollen sie Grundkenntnisse erwerben, die letztlich darauf abzielen, das weibliche Unternehmertum in der Region zu stärken. Ein jüngster Bericht des israelischen Nationalen Versicherungsinstituts hatte laut Fides bescheinigt, dass im Jahr 2012 nur 13 Prozent der palästinensischen Frauen in Jerusalem einer bezahlten Beschäftigung nachgingen.

(fides – sst)

05 Juli 2021, 11:30