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Die Feindseligkeiten werden mittlerweile mit Raketen ausgetragen Die Feindseligkeiten werden mittlerweile mit Raketen ausgetragen  (ANSA)

Naher Osten: MECC-Appell für Wahrung der Palästinenser-Rechte

Ein dringender Appell an alle internationalen „Entscheidungsträger“, in Jerusalem für eine Wahrung der Rechte der Palästinenser zu intervenieren, kommt vom Rat der Kirchen im Nahen Osten (MECC). Die Spannungen im Nahen Osten sind in den vergangenen Tagen in offene kriegerische Handlungen umgeschlagen.

„Diese Menschen haben das Recht, ein würdiges, sicheres und wohlhabendes Leben zu führen“, heißt es mit Blick auf die Palästinenser in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung. Die Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften stehen in Zusammenhang mit der Ankündigung, dass die Häuser palästinensische Familien in dem Vorort Scheich Jarrah in der Nähe der Altstadt zugunsten israelischer Siedler geräumt werden sollten.

Die Besatzung müsse aufgehoben und den Palästinensern Freiheit, Würde und volle Rechte zugestanden werden, damit ein stabiler und dauerhafter Frieden im Heiligen Land erreicht werde, so der Kirchenrat. „Gewalt erzeugt nur Gewalt, Hass bringt nur mehr Hass, Rassendiskriminierung verursacht nur Revolution, und Extremismus erzeugt nur Extremismus“, so der MECC in seiner Mitteilung. Enteignung erzeuge nur Revolten, „und der einzige Weg aus diesem destruktiven Kreislauf ist, allen ihre Rechte zuzugestehen," so der Appell des MECC. Für den Rat der Kirchen des Nahen Ostens ist es notwendig, diese Anerkennung so schnell wie möglich und ohne Zweideutigkeiten zu erreichen.

(vatican news - cs)

12 Mai 2021, 10:48