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Malis Hauptstadt Bamako am 27. Mai 2021 Malis Hauptstadt Bamako am 27. Mai 2021 

Mali: Bischöfe verurteilen Putsch

„Wir verurteilen nachdrücklich die aktuelle Krise, die sich aus persönlichen Interessen ergibt, die weit entfernt von den Problemen der Bevölkerung und den Interessen Malis sind", erklärte die katholische Bischofskonferenz des Landes.

„Die Bischöfe von Mali sind sich der Notwendigkeit einer starken Exekutive und einer versöhnten und verstärkten Armee bewusst und verurteilen nachdrücklich die jüngste Machtergreifung außerhalb der rechtsstaatlichen Prinzipien", zitierte der Fidesdienst am Freitag  die katholische Bischofskonferenz von Mali in einer Botschaft zum jüngsten Putsch in dem afrikanischen Land.

Die Bischöfe fordern einen „konstruktiven Dialog“, um „die gegenwärtige Krise zu beenden und einen sozialen Waffenstillstand auf den Weg zu bringen" und bitten Gott um Hilfe beim Aufbau „des Friedens und der Brüderlichkeit“ im Land.

Hintergrund

Am 24. Mai waren Übergangspräsident Bah N'Daw, sein Premierminister Moctar Ouane und einige andere hohe Staatsbeamte festgenommen und in eine Militärbasis in der Nähe der Hauptstadt Bamako gebracht worden. In der Nacht des 27. Mai wurden der Präsident und der Ministerpräsident zwar freigelassen, durften aber nicht in ihre jeweiligen Ämter zurückkehren.

Die Verhaftungen erfolgten kurz nach der Ernennung einer neuen Regierung, deren Zusammensetzung mehr als eine Woche lang hart verhandelt wurde. In der neuen Exekutive waren der bisherige Verteidigungsminister Sadio Camara und der Minister für Sicherheit Modibo Koné nicht mehr vertreten. Die beiden Armeeffiziere waren Mitglieder des ehemaligen Nationalen Komitees für die Befreiung des Volkes (CNSP), der Gruppe, die hinter dem Militärputsch vom 18. August 2020 steht und im Januar 2021 offiziell aufgelöst wurde.

(fides – sst)

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28. Mai 2021, 14:37